Lausitzer füchse raus: kassel-huskies-drama endet mit 2:3

Die Tränen waren echt, das Eis noch warm, als die Lausitzer Füchse am Sonntagabend ihre Heimspielstätte verließen. Mit 2:3 unterlagen sie den Kassel Huskies, kassierten die vierte Niederlage im Viertelfinale und beendeten damit ihre DEL2-Saison 2025/26. Der Traum vom Halbfinale zerbarst nach 55 Minuten intensivstem Eishockey in Weißwasser.

Doppelpacker weidner wird zum angreifer der saison

Jake Weidner trug die Nummer 11, doch für die Füchse war er eine eins. Der Kanadier glich in der 32. Minute zum 1:1 aus, versenkte die Scheibe fünf Sekunden nach Ablauf eines Bullys im Slot und schockte die 3.100 Anwesenden im Eisstadion. Dreizehn Minuten später legte er nach, schoss Kassel erstmals in Führung und zerstörte die mentale Deckung der Sachsen. Die Lausitzer hatten bis dahin gut gestanden: Scheidl nutzte einen Abpraller nach einem Schlagabtausch und erzielte das frühe 1:0. Doch danach bröckelte die Ordnung.

Die Statistik spricht klar: Die Füchse gewannen nur eines der sechs Viertelfinal-Duelle – das erste Spiel in Hessen mit 4:2. Danach folgten drei Pleiten in Serie, und das Heimspiel wurde zur letzten Chance. Trainer Paul Schönwetter wechselte in der 45. Minute den Torhüter, doch auch der neue Mann konnte Rutkowskis 1:3 nicht verhindern. Als Broda fünf Minuten vor Schluss noch auf 2:3 verkürzte, glaßte die Halle kurz auf, doch Kassel brannte die Uhr herunter. Die Schlusssirene löste einen ohrenbetäubenden Jubel bei den Gästen aus, während die Füchse mit leeren Blicken auf das Eis starrten.

Was die niederlage für die del2 bedeutet

Was die niederlage für die del2 bedeutet

Mit dem Ausscheiden der Lausitzer verliert die Liga eines ihrer besten Away-Day-Teams. Die Füchse holten in dieser Saison 28 Punkte auf fremdem Eis – nur die späteren Meister Dresden und die Huskies waren effektiver. Ihre Heimbilanz war hingegen mager: 17 Siege, 14 Niederlagen, das fünftschlechteste Plus im Oberhaus. Die Kasseler wiederum ziehen als klarer Favorit ins Halbfinale ein und treffen nun auf die Grizzlys Wolfsburg, die sich mit 4:1 gegen Bayreuth durchsetzten. Das zweite Semifinale bestreiten die Dresdner Eislöwen gegen die verblüffenden Löwen Frankfurt.

Die Füchse müssen nun um ihre Zukunft bangen. Die Lizenzvergabe für die Saison 2026/27 steht noch aus, und die wirtschaftliche Lage des Klubs bleibt angespannt. Manager Jan Wehking kündigte an, „die Strukturen zu hinterfragen und die personelle Planung neu zu justieren“. Das klingt nach Umbruch statt Kontinuität. Für die Fans bedeutet das: ein Sommer voller Unsicherheit. Die Spieler bekamen nach dem Spiel trotzdem stehende Ovationen, denn sie lieferten acht Monate lang kampfbetontes Eishockey, das sich sehen lassen konnte. Doch am Ende zählt nur die Tabelle – und die hat die Füchse auf Platz fünf der Verlierer geführt.