Laso verlässt anadolu efes: banchi rückt in favoritenkreis
Istanbul bangt um die sportliche Zukunft: Pablo Laso wird nach nur einer Saison den Abschied von Anadolu Efes bestätigen. Die Entscheidung, die beide Seiten bereits seit einiger Zeit in Erwägung ziehen, markiert das Ende einer enttäuschenden Saison für den türkischen Euroleague-Klub und wirft einen Schatten auf die kommende Spielzeit.
Ein katastrophales euroliga-jahr und zahlreiche verletzungen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 12 Siege und 26 Niederlagen in der abgelaufenen Euroleague-Saison. Ein Platz vor dem Tabellenende, der die Erwartungen an den türkischen Traditionsverein bei Weitem nicht erfüllt hat. Doch hinter der nüchternen Statistik verbirgt sich eine Saison, die von einer Vielzahl an Verletzungen geplagt war. Vincent Poirier, Jordan Lloyd, Rodrigue Beaubois, Ercan Osmani und Georgios Papagiannis – die Liste der Ausfälle liest sich wie ein Who’s Who der Stammkräfte. Besonders schmerzhaft: Der Karriere-Knockout von Poirier durch den Achillessehnenriss im Semifinale gegen Fenerbahçe.
Die Halbfinalserie gegen Fenerbahçe selbst offenbarte die Probleme des Teams. Obwohl die ersten beiden Spiele denkbar knapp entschieden wurden (mit jeweils nur einem Punkt Unterschied) und das dritte Spiel sogar an Anadolu Efes ging, setzte sich Fenerbahçe letztlich mit 3:1 durch. Die Verlängerung im vierten Spiel verdeutlichte die Kräfteverhältnisse und den körperlichen Verschleiß, der über die gesamte Saison hinweg nagte.

Banchi als möglicher nachfolger: eine bekannte option
Luca Banchi, der den Verein bereits in der Vergangenheit trainiert hat, wird nun als ernsthafter Kandidat für die Nachfolge von Laso gehandelt. Ob der erfahrene Coach die notwendige Wende herbeiführen kann, bleibt abzuwarten. Lasos Weggang markiert seinen dritten Scheidungskampf nach dem Abschied vom Real Madrid, einer kurzen Station beim FC Bayern und dem Intermezzo bei Baskonia.
Die Gerüchteküche brodelt bereits: Während Laso im Raum steht, dass er bei Unicaja Málaga anheuern könnte, wird Ibon Laso zum serbischen Spitzenklub Estrella Roja wechseln. Ein Wechselspiel, das die Trainerkarussells in Europa weiter in Bewegung setzt. Die Frage, ob Anadolu Efes mit Banchi wieder zu alter Stärke finden kann, wird die kommende Saison beantworten müssen. Die Verantwortlichen stehen vor der Aufgabe, ein neues Team zu formen, das sowohl qualitativ als auch quantitativ widerstandsfähiger gegenüber Verletzungen ist.
