Las palmas reist mit not-truppe nach ipurúa – ohne viera gegen den heimstarken
Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt – Sonntag, 14 Uhr, Ipurúa: Die UD Las Palmas muss beim zweitstärksten Heimteam der Liga antreten – und das ohne ihren Spielführer Jonathan Viera. „Muskelbeschwerden“, sagte Trainer Luis García am Freitagvormittag knapp, als er die Personalpanne komplettierte. Fehlen werden auch Marvin (Knie), Herzog (U-21-Einsatz) und Amatucci (Gelb-Sperre). Vier Ausfälle, kein Ersatz auf dem Level. Die Kanarier starten mit einem Notkader in die englische Woche.
García setzt auf die ersten 30 minuten
Der Coach will trotzdem den Schwung vom 2:0 gegen Sporting mitnehmen. „Wir müssen die ersten Halbzeiten, in denen wir zuletzt dominiert haben, endlich mit dem zweiten Tor belohnen“, forderte er. „Gleichzeitig dürfen wir nicht einknicken, wenn der Gegner aufdrückt.“ Klingt einfach, ist es nicht. Denn genau dort – in den Phasen nach Druck und Ballverlust – hat Las Palmas in dieser Saison schon elf Punkte liegen lassen.
Die Lösung: früh treffen. Die Statistik gibt García recht. Die UD ging in 13 Partien in Führung, nur zweimal gaben sie diese noch ab. „Ein frühes Tor ist nicht nur ein Ergebnis, es ist ein mentaler Schutzschild“, sagt der Trainer. Das weiß auch der Gegner. Eibar kassierte in den letzten vier Heimspielen erst einen Treffer – und der fiel in der Nachspielzeit.
Die defensive Serie der Inselmannschaft ist bemerkenswert: Vier Spiele, drei Mal zu Null, nur ein Gegentor. Torwart Raúl Fernández hält seit 371 Minuten sein Gehäuse dicht. „Wir sind das am wenigsten geschlagene Team der Liga“, zählt García auf. „Aber hinten rumspielen reicht nicht. Wir brauchen Punkte, nicht Moral.“

Ruhe kehrt zurück – zumindest für 72 stunden
Der Sieg gegen Sporting hat das Krisengerücht im Kader kurzfristig abgelöscht. „Außenlärm? Den kennen wir nicht“, behauptete García. „Wir leben in einer Blase aus Training, Analyse, Sieg.“ Dabei spielt er den Ball bewusst nach vorne: „Alle müssen in den nächsten drei Spielen hellwach sein. Wer jetzt schlafen will, darf das im Mai.“
Elf Partien sind noch zu absolvieren, der Abstand zum Abstiegsrang nur drei Zähler. Die Rechnung ist simpel: gewinnen oder bangen. „Wir fahren nicht nach Baskenland, um ein Remis zu verteidigen“, schickt García seine Mannschaft mit kämpferischem Auftrag. Ob Viera auf der Tribüne reicht, um die fehlende Kreativität zu ersetzen, wird sich zeigen. Fest steht: Ohne ihn wird es lauter – und schwieriger.
