Lakers-chaos: redick verbannt stars nach deutlicher niederlage
Die Los Angeles Lakers präsentierten ein erschreckendes Bild gegen die Oklahoma City Thunder und kassierten eine 87:123-Demütigung. Doch nicht nur die hohe Niederlage sorgte für Aufsehen, sondern auch der Ausbruch von Forward Jarred Vanderbilt in einer Auszeit, der Coach J.J. Redick prompt mit einer harten Maßnahme beantwortete.
Redicks kurze leine: vanderbilt und hachimura auf der bank
Schon nach 16 Sekunden im zweiten Viertel griff Redick zur Auszeit, als er erkannte, dass Vanderbilt nicht die erforderliche Intensität zeigte. Der Forward konfrontierte seinen Coach daraufhin direkt, wobei er sichtlich frustriert Dinge rief, die von seinen Mitspielern und Assistenten eindämmen mussten. Das Ergebnis: Vanderbilt fand sich auf der Bank wieder und wurde im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr eingesetzt. Ein klares Signal von Redick, der offenbar keine Kompromisse eingehen will, wenn es um den Kampfgeist der Mannschaft geht.
Aber Vanderbilt war nicht der einzige Spieler, der Redicks Unmut zu spüren bekam. Auch Rui Hachimura wurde nach nur 2:30 Minuten für den Rookie Adou Thiero ausgetauscht. “Rui hat seine Aufgaben nicht erledigt,” erklärte Redick nüchtern. “Wir brauchen jetzt neun Spieler, die alles für das Team geben.” Die Lakers stehen somit vor der Herausforderung, eine neue Mentalität zu finden, insbesondere angesichts der anstehenden Spiele gegen die Warriors, Suns und Jazz.
Die Bilanz von 50-29 spiegelt zwar eine starke Saison wider, doch die Leistung gegen OKC wirft Fragen auf. Die kommenden Partien werden zeigen, ob Redicks harte Gangart Früchte trägt und die Lakers wieder zu alter Stärke finden.
Die Thunder, ohne Luka Doncic, Austin Reaves und den geschonten LeBron James, demonstrierten eine beeindruckende Teamleistung und nutzten die Schwächen der Lakers gnadenlos aus. Während Hachimura am Ende 15 Punkte erzielte, wirkte er nach dem Spiel bedrückt und verzichtete auf eine Stellungnahme. Die Lakers müssen nun dringend ihre Hausaufgaben machen, um den Anschluss an die Spitze der Western Conference nicht zu verlieren und die angestrebte Meisterschaft nicht zu gefährden. Redick ließ durchblicken, dass er bereit ist, drastische Entscheidungen zu treffen, um das Team zu Höchstleistungen zu motivieren – ein riskantes Unterfangen, das aber bei Nichtfunktionieren der aktuellen Strategie notwendig sein könnte.

Die restliche saison: eine standortbestimmung für die lakers
Die verbleibenden Spiele gegen die Golden State Warriors, Phoenix Suns und Utah Jazz werden für die Lakers zu einer Art Gradmesser. Können sie trotz der internen Spannungen und der veränderten Rollenverteilung ihre Leistung abrufen und ihre Position in der Western Conference halten? Die Antwort wird entscheidend sein für den weiteren Verlauf der Saison und die Chancen auf den Titel.
