Lahm warnt dfb-elf: wm-aufgaben alles andere als einfach!

Die deutsche Nationalmannschaft wird bei der WM vor einer schweren Prüfung stehen. Das hat der ehemalige Kapitän Philipp Lahm nach dem vermeintlich leichten Auftakterfolg gegen Curacao deutlich gemacht. Es gilt, den Erfolgswahn zu bremsen, denn die kommenden Aufgaben werden eine ganz andere Hausnummer.

Die falle des frühen erfolgs

Der 7:1-Kantersieg gegen Curacao mag sich gut angefühlt haben, doch Lahm sieht darin keine Blaupause für die weiteren Spiele. „Das war nicht der Gradmesser“, betonte er im DAZN-Format „You never talk alone“. Vielmehr warne er vor Selbstüberschätzung. „Die nächsten beiden Aufgaben gegen die Elfenbeinküste und Ecuador werden nicht so einfach.“ Es sei entscheidend, dass die Mannschaft nicht in der Erwartungshaltung verharre, sondern sich von Spiel zu Spiel fokussiere.

Lahm äußerte Bedenken hinsichtlich der Reaktion der Mannschaft in kritischen Phasen. „Es wird spannend sein zu sehen, wie die Mannschaft reagiert, wenn es eng wird und der Gegner auf Augenhöhe ist. Das haben wir bis jetzt noch nicht so gesehen, dass die Mannschaft damit umgehen kann.“ Hier müsse die Mannschaft zeigen, dass sie auch unter Druck bestehen kann.

Elfenbeinküste als konter-gefahr

Elfenbeinküste als konter-gefahr

Besonders die Elfenbeinküste wird von Lahm als äußerst gefährlich eingeschätzt. „Das ist eine sehr athletische, dynamische Mannschaft, die sehr viel über Konter setzen wird. Da sind sie brandgefährlich.“ Er riet daher davon ab, sich auf Einzelaktionen zu verlassen. Vielmehr sei eine „gute Raumaufteilung im eigenen Ballbesitz“ und eine „gute defensive Ordnung“ gefragt. Hier gilt es, die schnellen Angriffe der Westafrikaner zu unterbinden und das eigene Spiel durchzusetzen.

Havertz als hoffnungsträger

Havertz als hoffnungsträger

Trotz aller Bedenken sieht Lahm in Kai Havertz einen wichtigen Faktor für den Erfolg der Mannschaft. Der Arsenal-Profi sei ein „spielerischer Stürmer, der sehr gut im Abschluss ist“ und bereits in großen Spielen seine Treffsicherheit bewiesen habe. Seine Fähigkeiten im Strafraum sind entscheidend. „Meine erste Wahl wäre immer Kai Havertz!“, erklärte Lahm unmissverständlich. Zusätzlich schätze er die Optionen, die mit Deniz Undav und Nick Woltemade auf der Bank vorhanden seien. Das Trainerteam verfügt somit über eine taktische Flexibilität.

Jamal Musiala wiederum solle weiterhin Spielpraxis sammeln, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. Seine Position auf der Zehn sei ideal, er benötige jedoch weitere Minuten, um sich voll zu entfalten. Die kommenden Spiele werden zeigen, inwieweit er sich gegen stärkere Gegner beweisen kann.

Die deutsche Mannschaft steht vor einer spannenden Phase. Der frühe Erfolg sollte nicht dazu führen, dass die Herausforderungen unterschätzt werden. Vielmehr gilt es, sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren und die Stärken der Mannschaft auszuspielen. Nur so kann der Traum von der WM-Krone Wirklichkeit werden.