Kvaratskhelia lässt chelsea alt aussehen und träumt von neapel
Khvicha Kvaratskhelia spielte sich in einer Nacht, die Paris in Ekstase versetzte, die Seele aus dem Leib. Doppelpack und Vorlage beim 5:2 gegen Chelsea – das reichte, um die Champions-League-Achtelfinal-Partie schon nach dem Hinspiel zu entscheiden. Doch der Georgier selbst schweifte in Gedanken kurz nach Süditalien ab.

Sein treffer zum 4:2 erinnerte ihn an sein debüt für neapel
„Der erste Ball, den ich heute versenkt habe, kam mir vor wie der gegen Monza im Maradona“, sagte er nach Abpfiff vor den Mikros von Sky Sport. Dieselbe Außenrist-Technik, derselbe Kurvenlauf, nur das Trikot war anders. Statt des tiefen Azurblau trug er jetzt das Hellektrik-Weiß der PSG-Stars.
Die Zahlen sprechen ohnehin eine andere Sprache: Seit seinem Wechsel 2025 hat der Flügelspieler 28 Pflichtspielbeteiligungen vorzuweisen, dabei 13 Tore und 11 Assists. Kein Pariser Offensivakteur liefert so regelmäßig – nicht einmal Dembélé oder Barcola, die er in höchsten Tönen lobt. „Wenn du mit Jungs spielst, die jeden Meter mitgehen, fühlst du dich unsterblich“, schwärmt Kvara. Das Geheimnis des Erfolgs? „Wir verteidigen mit dem Ball und attackieren ohne.“
Der nächste Gegner wartet bereits. Rückspiel in London, Stamford Bridge, ein Ort, an dem viele Stars erblassten. Für ihn ist die Devise klar: „Kopf aus, Fuß an.“ Chelsea wird versuchen, früh zu drücken, doch wer einen Kvaratskhelia gesehen hat, der in Topform durchstartet, weiß, dass ein Rückstand von drei Toren kaum aufzuholen ist.
Paris hat sich mit dem Georgier nicht nur einen Flügelspieler, sondern einen Spielführer ohne Binde gekauft. Wenn er so weitermacht, dürfte das Viertelfinale nur noch Formsache sein – und vielleicht sogar das Halbfinale. Die Champions-League-Trophäe wartet seit 1996 auf französische Hände. Kvara könnte der Mann sein, der den Bann bricht.
