Kühn beendet biathlon-karriere: 24 jahre voller höhen und tiefen
Ein Ende einer Ära: Johannes Kühn, einer der bekanntesten deutschen Biathleten, hat seine Karriere nach beeindruckenden 24 Jahren im Sport beendet. Der 34-Jährige teilte seine Entscheidung über Instagram mit und blickt sowohl dankbar als auch selbstkritisch auf seine Zeit zurück.

Ein abschied mit wehmut und stolz
Johannes Kühn, der für den WSV Reit im Winkl startet, debütierte im Dezember 2012 im Biathlon-Weltcup. Mehr als 200 Rennen absolvierte er in seiner Laufbahn, stets ein fester Bestandteil des deutschen Teams. Sein größter Triumph war der Sprint-Sieg in Hochfilzen im Dezember 2021 – ein Erfolg, der ihm bis zum Schluss als einziger Einzelwettkampf-Sieg geblieben ist. Kühn nahm an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 und Peking 2022 teil und trug 2025 maßgeblich zum Gewinn der Bronzemedaille bei der Biathlon-WM in Lenzerheide bei.
Die verpassten Chancen nagten. „Ob ich immer zufrieden war? Natürlich nicht. Habe ich viele gute Ergebnisse verschossen? Bestimmt. Das ist Biathlon“, gestand Kühn in seinem Abschiedsbrief. Eine bittere Erkenntnis, die viele Biathlonfans nachvollziehen können, die sich ebenfalls Siege für den Oberbayer erhofft hatten.
Doch Kühn blickt zurück mit Dankbarkeit. Er bedankte sich bei Trainern, Teamkollegen und seiner Familie, die ihn stets unterstützt haben. Der Deutsche Skiverband verliert mit ihm einen erfahrenen Athleten, der über viele Jahre hinweg zur Weltspitze gehörte. Er konnte sich in letzter Zeit nicht mehr für die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien qualifizieren – ein Umstand, der seinen Entschluss zum Karriereende möglicherweise beschleunigte.
Seine Karriere war geprägt von harter Arbeit, sportlichen Erfolgen, aber auch von Rückschlägen. Nun beginnt für Johannes Kühn ein neues Kapitel, in dem er die Erfahrungen und Erinnerungen aus seiner Zeit als Biathlet Revue passieren lassen kann. Eine Ära geht zu Ende, aber das Vermächtnis von Johannes Kühn wird im deutschen Biathlonsport weiterleben.
