Kudlacz-gloc erhält hbf-award: ihre trophäensammlung ist ein monument
Karolina Kudlacz-Gloc spielte 19 Jahre in der Bundesliga, gewann 22 Titel und verlässt die Bühne mit einem Preis, den es so nur zweimal gibt. Am Freitag vor dem Final4 in Stuttgart überreicht ihr HBF-Chef Andreas Thiel die Auszeichnung für eine Karriere, die selbst den Rekord von Christian Zeitz überflügelt.
Die 42-Jährige kam 2004 mit 21 Jahren als Studentin nach Leipzig – und blieb, weil sie neben dem Studium ein paar Handballspiele machen wollte. Daraus wurde eine Ära. Mit dem HC Leipzig, Bietigheim und Ludwigsburg holte sie acht Pokale, sieben Meisterschaften und ebenso viele Supercups. Keine andere Feldspielerin war hierzulande erfolgreicher.

Die insolvenz beendete ihre pläne
Nach der Babypause wollte sie 2025 noch einmal angreifen. Doch die Pleite des HB Ludwigsburg riss ihr die Schuhe vom Fuß. Der Pokalsieg 2025 blieb ihr letzter großer Titel – und gleichzeitig der achte, mit dem sie Zeitz’ Männer-Rekord einstampfte.
In 197 Länderspielen für Polen erzielte sie 983 Tore. Bei der EM 2006 traf sie 17-mal gegen Mazedonien – ein Einzelspielrekord, der zwölf Jahre unangetastet blieb. Die Bundesliga verabschiedet mit ihr eine Abwehrspezialistin, deren Zahlen vermutlich für Jahrzehnte Bestand haben.
Klara Woltering und Anna Loerper erhielten den Award zuvor. Nun gesellt sich Kudlacz-Gloc dazu – als dritte Spielerin, aber als erste mit einem Palmarès, der selbst in Männerkategorien seinesgleichen sucht.
