Krupp enthüllt: warum draisaitl noch den cup braucht!
Uwe Krupp, Stanley-Cup-Held von 1996 und aktueller Trainer in Landshut, hat im Exklusivgespräch Einblicke in die NHL-Szene gegeben, die weit über die bloße Analyse hinausgehen. Von der besonderen Bedeutung seines ersten All-Star-Spiels bis hin zur Beurteilung des Potenzials von Moritz Seider – Krupp nimmt kein Blatt vor den Mund.
Der „cheatcode“ und die kriegserfahrung: krupps einschätzung zu mcdavid und mackinnon
Die Frage, wer von Connor McDavid und Nathan MacKinnon die Nase vorn hat, beschäftigt die Eishockeywelt. Krupp liefert eine klare Antwort: „McDavid ist wie ein Cheatcode in einem Videospiel. Er spielt Eishockey mit anderen Regeln.“ Doch er relativiert: „Bei einer Play-off-Serie, die wie ein Krieg ist, ist MacKinnon womöglich sogar besser. Der liebt es, wenn die Verteidiger ihn traktieren.“ Die Analogie ist treffend und verdeutlicht Krupps tiefes Verständnis für die unterschiedlichen Spielertypen und ihre Bedeutung in verschiedenen Phasen der Saison.

Landshut: mehr als nur der aufstieg
Zurück in der DEL2 und beim EV Landshut sieht Krupp die Zukunft pragmatisch. „In Landshut geht es viel um die Standort-Identität. Traditionell hat der Klub eine gute Nachwuchsarbeit.“ Er betont, dass der Fokus auf der Entwicklung junger Spieler liegt, auch wenn das bedeutet, dass der Aufstieg in höhere Ligen vorerst in den Hintergrund tritt. Der Wunsch nach einer Rückkehr von Tom Kühnhackl, einem weiteren Stanley-Cup-Sieger, unterstreicht die Ambitionen, die über den reinen Aufstieg hinausgehen. „Das passt mehr zum EVL als Aufsteigen“, so Krupp mit einem Augenzwinkern.

Die favoriten im stanley-cup-rennen und die foligno-connection
Bei der Frage nach den Favoriten für den Stanley Cup sieht Krupp Colorado als ernstzunehmenden Anwärter. „Bei Colorado musst du schon lange nach Schwachstellen suchen.“ Besonders hervorzuheben ist Nathan MacKinnon, dessen Motivation und unbändige Energie das Team voranbringen. Eine persönliche Note kommt bei Krupps Einschätzung von Minnesota ins Spiel: „Ich drücke Nick und Marcus Foligno die Daumen, weil mich deren Vater Mike 1986 in meinem ersten NHL-Jahr in Buffalo unter seine Fittiche nahm.“ Diese Anekdote zeigt, wie Eishockey Menschen verbindet und Freundschaften über Generationen hinweg entstehen lassen kann.
Am Ende bleibt die Hoffnung, dass Leon Draisaitl endlich seinen Stanley-Cup-Moment erlebt. Krupp wünscht ihm von Herzen alles Gute: „Er war so nah dran. Er braucht einfach einmal im richtigen Moment das Glück.“
