Kriechmayr stellt ösv ein ultimatum: „ohne meliessnig ist schluss“
Vincent Kriechmayr will nur unter einer Bedingung weiterskihen: dass der Verband seinen Ex-Coach Peter Meliessnig zurückholt. Der 34-jährige Österreicher macht die Fortsetzung seiner Karriere vom ÖSV abhängig – und schickt den Alpinchefs eine unmissverständliche Botschaft.
Der satz, der den ösv jetzt unter druck setzt
„Wenn er wieder in mein Umfeld kommt, dann mache ich weiter“, sagte Kriechmayr nach dem Rennen in Kvitfjell. Damit stellt er klar: Ohne Meliessnig, der ihn einst zum Doppel-Weltmeister 2021 formte, gibt es kein Weitermachen. Der Routinier hatte vor dieser Saison noch mit sich und seiner Zukunft haderte, doch die Siege in Beaver Creek und Courchevel sowie Olympia-Silber veränderten alles – fast. Denn der Erfolg kommt zu einem Preis: der Rückkehr des Coaches, den der Verband seinerzeit habe ziehen lassen.
Kriechmayr schießt scharf gegen die ÖSV-Führung: „Peter ist damals nicht so wertgeschätzt worden, wie er es hätte sein sollen.“ Nun, so der Speed-Spezialist, wisse jeder, „was man an ihm gehabt hat“. Die Verantwortung liegt beim Verband. Und Kriechmayr spart nicht mit Kritik: „Ich wollte ein bisschen Druck ausüben.“

Ösv reagiert – aber der deal steht noch offen
ÖSV-Alpinchef Christian Mitter reagierte sofort: „Wir sind dran.“ Doch Meliessnig steht aktuell unter Vertrag bei Red Bull. Ob der Verband die Personalie tatsächlich löst, bleibt offen. Für Kriechmayr ist die Sache klar: Ohne die optimale Betreuung im Sommer fehlt ihm der Antrieb. „Genau so einen braucht man, damit man im Sommer die letzten Meter geht“, schwärmt er im ORF-Interview.
Die Entscheidung über das Karriereende eines der erfolgreichsten österreichischen Skifahrer der letzten Jahre liegt nun beim Verband – und bei einem Konditionstrainer, der einst weggeschickt wurde. Kriechmayr hat sein Ultimatum formuliert. Jetzt ist der Ball beim ÖSV.
