Krautmeyer löst seidler ab: halle-neustadt setzt auf schwedischen handball-experten
Union Halle-Neustadt schlägt ein neues Kapitel auf: Der schwedische Handball-Experte Pether Krautmeyer übernimmt zur Saison 2026/27 das Traineramt der Wildcats. Der 57-Jährige folgt auf Ines Seidler, die den Verein nach Jahren der Aufbauarbeit verlässt.
Seidler geht – krautmeyer kommt
Die Trennung von Ines Seidler war bereits seit Wochen in der Luft. Nun ist es offiziell: Die Aufstiegstrainerin wird ihren Vertrag nicht verlängern. Nach dem Bundesliga-Aufstieg und dem schweren Kampf um den Klassenerhalt in dieser Saison verabschiedet sich die 54-Jährige mit dem Ziel, kürzerzutreten. Ihr Nachfolger ist kein Unbekannter: Pether Krautmeyer bringt internationale Erfahrung aus drei Ländern mit – und einen klaren Spielplan.
Krautmeyer zeigte sich nach seiner Vorstellung begeistert: „Meine Version des Handballs ist sehr klar in dem Punkt, dass es die Qualitäten der Spielerinnen sind, die bestimmen, wie der Spielstil gestaltet wird.“ Der Schwede unterschrieb einen Vertrag bis 2028 – ein klares Bekenntnis an die sportliche Zukunft des Vereins.

Wildcats setzen auf entwicklung statt umbruch
Trotz des Abgangs von Seidler will der Klub Kontinuität wahren. Vizepräsident Thomas Wagner betonte: „Mit Pether Krautmeyer konnten wir einen Trainer gewinnen, der über enorme internationale Erfahrung verfügt und in seiner bisherigen Laufbahn gezeigt hat, dass er Teams entwickeln und Spielerinnen auf ein höheres Leistungsniveau führen kann.“
Krautmeyer war zuletzt Co-Trainer der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft und arbeitete in Schweden bei Skara HF. Seine erfolgreichste Phase hatte er bei TTH Holstebro in Dänemark, wo er das Team in die europäische Spitze führte. Auch in Polen war er als Cheftrainer von MKS Kalisz aktiv.

Der klassenerhalt bleibt oberstes ziel
Die aktuelle Saison ist für die Wildcats alles andere als gelaufen. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz steht das Team unter Druck. Der Sieg gegen Zwickau Anfang März war ein wichtiger Schritt – doch die nächsten Wochen entscheiden über den Verbleib in der Bundesliga. Für Krautmeyer beginnt die Arbeit bereits jetzt: Er will die Mannschaft kennenlernen, ihre Stärken analysieren – und sie auf seine Philosophie einstellen.
Die Entscheidung für Krautmeyer ist ein Signal: Halle-Neustadt will nicht nur überleben, sondern sich weiterentwickeln. Ob der schwedische Trainer den Wildcats den nötigen Halt gibt, wird sich zeigen. Fest steht: Die Saison 2026/27 wird ein neues Kapitel – und vielleicht der Beginn einer neuen Ära.
