Kovács pfeift atlético – und die geschichte wiederholt sich?
Ein Schauer läuft Atlético-Fans den Rücken herunter: István Kovács ist der designierte Schiedsrichter für das anstehende Top-Spiel. Der rumänische Unparteiische bringt eine Bilanz mit, die selbst eingefleischte Fußballgötter erzittern lässt – und die Erinnerungen an bittere Niederlagen wach werden.
Ein katalysator für atlético-frustration
Die Geschichte ist bekannt: Kovács ist für Atlético Madrid ein Unglücksbringer. In jedem seiner bisherigen Einsätze gegen die Rojiblancos blieb der Sieg aus. Die Erinnerung an das verlorene Champions-League-Halbfinale gegen den PSG im Jahr 2022 ist noch immer präsent. Diego Simeone kochten danach die Schuhe, und Koke sprach von ungerechtfertigten Entscheidungen, die das Spiel entschieden hätten. “Die Details sind offensichtlich”, wetterte Simeone damals, sichtlich frustriert.
Auch in der laufenden Saison sorgte Kovács bereits für Aufsehen, als er das Auswärtsspiel in Istanbul gegen Galatasaray mit sieben gelben Karten, davon vier für Atlético, beendete. Ein Spiel, das in einem 1:1 Unentschieden endete, das die Nerven der Fans strapazierte.
Christian Dingert wird ihn am VAR unterstützen – ein deutscher Blick auf die Kontroverse, aber wird er die Tendenz beeinflussen können? Die Frage brennt bei den Anhängern des spanischen Teams.

Ein gefragter mann in europa
Trotz der negativen Assoziationen mit Atlético genießt Kovács in UEFA-Kreisen hohes Ansehen. Er hat bereits sechs Partien in der aktuellen Champions-League-Saison geleitet, darunter das hochkarätige PSG-Mónaco. Er pfiff sogar das letzte Champions-League-Finale, in dem Paris Saint-Germain den Inter Mailand bezwang und den Titel gewann. Seine Erfahrung und sein Ruf sind unbestreitbar.
Die Bilanz spricht für sich: Gegen den FC Barcelona gab es in der Champions League eine deutliche 1:4-Niederlage, während ein Europa-League-Spiel gegen den SSC Neapel mit einem 1:1 Unentschieden endete. Egal, ob Atlético oder Barça – Kovács hat noch nie einen Sieg für eine von beiden Mannschaften ermöglicht.
Für manchen Atlético-Fan mag das ein Grund sein, sich bereits jetzt ein ungutes Gefühl zu machen. Die Hoffnung auf einen Sieg schwindet, oder zumindest wird sie von einem Hauch von Aberglaube überschattet. Aber eines ist klar: Das Team wird alles geben, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen und den Beweis zu erbringen, dass die Leistung auf dem Platz zählt – unabhängig davon, wer pfeift.
