Kovács pfeift atlético – ein fluch für die rojiblancos?
Madrid steht vor einem Albtraum. Schiedsrichter István Kovács aus Rumänien wird das entscheidende Champions-League-Spiel gegen den BVB leiten. Für Atlético Madrid bedeutet das eine dunkle Vorahnung: In der Vergangenheit scheiterten sie unter Kovács immer wieder – und das auf bittere Weise.
Die vergangenheit nagt am nervenkostüm
Die Geschichte zwischen István Kovács und Atlético ist alles andere als rosig. In jedem bisherigen Spiel, das der rumänische Unparteiische leitete, ging Atlético unter. Das ist kein Zufall, sondern eine beunruhigende Konstante. Selbst im vergangenen Jahr sorgte Kovács für Aufsehen, als er im Champions-League-Finale PSG gegen Inter leitete – ein Spiel, das die Pariser mit 1:0 gewannen. Auch im WM-Finale der Klubmannschaften gegen den PSG war Kovács im Einsatz, und auch hier ging Atlético baden.
Trainer Diego Simeone ließ seiner Frustration nach dem Spiel gegen PSG freien Lauf: „Ich bin es leid, über immer wiederkehrende Themen zu sprechen. Sonst wirken wir immer wie Opfer, und das will ich nicht sein. Wir haben gegen einen hervorragenden Gegner gespielt, der besser war als wir. Aber die Details sind offensichtlich.“ Koke, Atlético-Kapitän, ergänzte: „Selbst als wir auf 2:1 erhöhten, wurde uns das Tor aberkannt. Wenn er pfeift, pfeift er, und wenn nicht, dann nicht. Jeder hat gesehen, was passiert ist, die kleinen Details. es geht immer auf die gleiche Seite.“

Ein schiedsrichter von internationalem format
Trotz der Probleme, die Atlético mit ihm hat, genießt Kovács hohes Ansehen bei der UEFA. Er leitete bereits sechs Champions-League-Spiele in dieser Saison, darunter das prestigeträchtige PSG-Mónaco. Die UEFA schätzt seine Erfahrung und Kompetenz, auch wenn sie Atlético-Fans derzeit Kopfzerbrechen bereitet. Im Viertelfinale der Champions League 2021/22 besiegte Barcelona im eigenen Stadion mit 1:4 den damaligen Serienmeister. Auch in der Europa League gegen den SSC Neapel gab es ein 1:1 – ein weiteres Spiel, in dem Atlético nicht siegreich war.
Die Statistik ist unerbittlich: Atlético Madrid hat noch nie ein Spiel gewonnen, das von István Kovács geleitet wurde. Die Anhänger der Rojiblancos dürfen sich also kaum auf das kommende Duell freuen. Ob sie ihre Aberglaube überwinden und den Fluch brechen können, wird sich zeigen. Eines ist jedoch klar: Ein Sieg gegen den BVB wird nicht einfach werden – vor allem nicht mit Kovács in der Mitte des Feldes.
