Kovac-kritik: james rodriguez packt über trainingsmethoden aus!
Die Enthüllungen von James Rodríguez in seiner neuen Netflix-Dokumentation sorgen für Gesprächsstoff: Der kolumbianische Superstar schießt scharf gegen seinen ehemaligen Trainer Niko Kovac ab und offenbart, wie wenig er sich bei seinem Engagement beim FC Bayern München wohlfühlte. Die Beziehung zwischen dem beiden war offenbar alles andere als harmonisch – und das hat nun Konsequenzen in der öffentlichen Wahrnehmung.

Ein trainingsplan, der den fußballspieler irritierte
James Rodríguez spielte zwischen 2017 und 2019 für den FC Bayern, unter drei verschiedenen Trainern. Während er unter Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes noch positive Erfahrungen machen konnte, offenbarte er nun, dass seine Zeit unter Niko Kovac von Unverständnis und Frustration geprägt war. „In meinem ersten Jahr hatte ich das Glück, dass Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes Spanisch sprachen. Im zweiten Jahr kam Kovac“, so James in der Doku „James“. Die Sprachbarriere zu überwinden, war offenbar nicht das größte Problem.
Besonders die Trainingsmethoden des ehemaligen Bayern-Cheftrainers, der 65 Spiele an der Seitenlinie des Rekordmeisters betreute, stießen bei James Rodríguez auf wenig Gegenliebe. Seine Worte sind drastisch: „Er wollte, dass die Spieler nach dem Training 30 Minuten Rad fahren. Ich sagte zu ihm: ‚Wofür trainiere ich denn? Fahre ich etwa bei der Tour de France mit oder was? Ich bin Fußballspieler!‘“ Ein ungewöhnlicher Trainingsansatz, der den kolumbianischen Star sichtlich irritierte und offenbar seine Motivation beeinträchtigte.
Die Bemühungen um die Integration in die Bundesliga gestalteten sich offenbar schwierig. James gab zu, die Bundesliga-Sprache nicht gelernt zu haben. „Ich habe es nicht durchgestanden, ich bin immer eingeschlafen. Ich habe ihm gesagt: ‚Ich will nicht lernen‘“, gestand er. Diese Erkenntnis wirft ein neues Licht auf seine Zeit in München und erklärt vielleicht auch, warum seine Karriere dort nicht den erhofften Höhenflügen erreichte.
Die Karriere des einstigen Weltklassespielers nahm nach seinem Engagement beim FC Bayern eine überraschende Wendung. Nach zahlreichen Stationen in verschiedenen Ländern steht James Rodríguez nun vor dem großen Ziel: die WM in wenigen Wochen mit Kolumbien erfolgreich zu machen – und dabei vielleicht ein wenig die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sein Werdegang zeigt, dass auch Shootingstars nicht vor Rückschlägen und Umbrüchen gefeit sind. Doch James Rodríguez scheint entschlossen, seine Vergangenheit zu überwinden und seine Klasse auf dem Platz zu beweisen. Die Frage ist: Kann er die Vergangenheit hinter sich lassen und seine Mannschaft zum Erfolg führen?
