Rasta vechta schlägt alba berlin: matchball im blick!
Ein furioser Auftritt von Rasta Vechta hat Alba Berlin am Mittwochabend im dritten BBL-Viertelfinale überrascht und mit 91:82 bezwungen. Die Niedersachsen haben nun einen Matchball, um am Sonntag (18:30 Uhr) das Halbfinale zu perfektionieren – ein Szenario, das vor dem Spiel angesichts der Ausfälle noch unwahrscheinlich schien.

Personelle engpässe bei rasta, aber ein teamgeist, der überzeugt
Vor dem Spiel gab es bereits eine Schockmeldung für Rasta: TJ Bamba, der in Spiel zwei mit 13 Punkten und seiner defensiven Stärke überzeugte, fällt verletzungstechnisch aus. Im Gegensatz dazu konnte Berlins Coach Pedro Calles auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Doch diese personelle Überlegenheit konnte Alba nicht in ein frühes Resultat ummünzen.
Obwohl Alba Berlin mit einem schnellen Dreier von Bean einen starken Start hinlegte und eine 12:3-Führung erreichte, kämpfte sich Rasta Vechta zurück ins Spiel. Der zweite Viertel brachte dann den Wendepunkt: Ein 7:0-Lauf katapultierte die Gastgeber in Führung, die sie im weiteren Verlauf des Spiels ausbauten. Die Kombination aus Alonzo Verge und dem herausragenden Tibor Pleiß stellte die Berliner Defensive vor große Probleme.
Ein strittiger Moment: Fünf Minuten vor Schluss, als Rasta nur noch mit 75:69 führte, kam es zu einer hitzigen Szene. Albas Moses Wood wurde beim Kampf um den Ball von Lloyd Pandi ausgehebelt und stürzte spektakulär. Schiedsrichter Christian Theis entschied auf keinen unsportlichen Foul, was zu heftigen Protesten von Wood führte. Der sonst so ruhige Forward war sichtlich aufgebracht, während Hermannsson seinen Teamkollegen beruhigen musste. Schließlich wurde ein technisches Foul gegen Wood verhängt – ein Moment, der den Berliner Widerstand nachhaltig brechen ließ.
Tibor Pleiß zeigte eine beeindruckende Leistung (22 Punkte, 10 Rebounds) und betonte nach dem Spiel: „Es fühlte sich sehr, sehr gut an. Wir haben gut zusammengespielt, wie im ersten Spiel in Berlin. Haben uns gegenseitig gut unterstützt.“ Albas Michael Rataj klang jedoch entschlossen: „Wir sind selbstbewusst genug. Wenn wir 40 Minuten alles richtig machen, haben wir eine sehr gute Chance.“
Alonzo Verge (24 Punkte, 10 Assists) und Martin Hermannsson (19 Punkte, 4 Assists) waren die besten Spieler auf Seiten von Vechta. Am Sonntag wollen sie den Sack zu machen und den Einzug ins Halbfinale unter Dach und Fach bringen. Die Spannung steigt – ein Duell auf Augenhöhe verspricht sich.
