Köpp verpasst bronze im gehen nur knapp: deutsches spitzenergebnis!
Brasilia – Ein Atemzug fehlte Leo Köpp am Ende. Der deutsche Geher zeigte bei der Team-WM in Brasilia seine bislang beste internationale Vorstellung, verpasste die Bronzemedaille im Halbmarathon-Gehen jedoch denkbar knapp. Das Ergebnis: ein vierter Platz und ein Achtungsergebnis für das deutsche Team.

Die knappe entscheidung um die medaille
Köpp, der bereits als Elfter bei den Weltmeisterschaften in der Vergangenheit seine Klasse bewiesen hatte, kam nach 1:27:50 Stunden ins Ziel. Nur vierzehn Sekunden trennten ihn vom Bronzemedaillengewinner Caio Bonfim aus Brasilien (1:27:36 Stunden). Die Entscheidung fiel erst in der Endphase des Rennens, als Köpp trotz großer Anstrengung nicht mehr aufholen konnte. Auf dem Rundkurs in der brasilianischen Hauptstadt hatte sich der Berliner clever positioniert und gehörte früh zur Spitzengruppe.
Francesco Fortunato aus Italien sicherte sich den Titel in beeindruckenden 1:27:25 Stunden, vor Misgana Wakuma aus Äthiopien (1:27:33) und dem Lokalmatador Bonfim. Die Spannung war während des gesamten Rennens hoch, besonders als nur noch wenige Athleten um die Medaillen kämpften.
Die Mannschaftswertung wurde von Japan vor Spanien und China gewonnen. Da Deutschland nur mit Köpp im Halbmarathon-Gehen antrat, konnte kein Team teilnehmen. Im Marathon-Gehen war Karl Junghannß aus Erfurt als Elfter der beste deutsche Athlet. Sein Ergebnis zeigt, dass die deutsche Geher-Szene insgesamt Potenzial hat, auch wenn die Medaillen knapp verfehlt wurden. Köpps Leistung ist jedoch ein klarer Signal, dass die deutsche Geher-Disziplin auf dem richtigen Weg ist.
Die Diskrepanz zwischen Köpps Leistung und dem verpassten Podestplatz ist umso ärgerlicher, da er in den letzten Kilometern noch einmal alles in die Waage warf. Aber das Gehen ist eine Sportart, in der es oft um Sekunden geht – und diesmal waren es eben nur vierzehn.
