Kompany verteidigt vinícius – geste vor dem bernabéu-duell!

Madrid brodelt! Vincent Kompany, Coach des FC Bayern, hat nach dem Champions-League-Spiel in Madrid eine unerwartete Geste der Solidarität für Real Madrids Star-Stürmer Vinícius Júnior gezeigt. Die Umarmung und die anschließenden Aussagen des Belgiers werfen ein neues Licht auf die anhaltende Debatte um den brasilianischen Nationalspieler.

Ein unerwarteter moment der harmonie

Ein unerwarteter moment der harmonie

Die Szene, die zunächst im Champions-League-Kracher zwischen Real Madrid und dem FC Bayern fast unbemerkt blieb, wurde im Nachgang von Amazon Prime aufgegriffen: Vinícius Júnior näherte sich Kompany in der Coachingzone unmittelbar vor dem Wiederanpfiff. Ein kurzes Abklatschen, dann eine herzliche Umarmung. Kompany erklärte später: „Das ist das erste Mal, dass ich ihn getroffen habe. Aber ich finde, Viní muss so bleiben, wie er ist. Ich unterstütze ihn total, egal ob er ein Gegner ist oder nicht.“

Doch Kompanys Unterstützung für Vinícius geht weit über diesen freundschaftlichen Akt hinaus. Bereits nach dem jüngsten Rassismus-Skandal im Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid hatte der Bayern-Coach eine eindringliche zwölfminütige Erklärung abgegeben, in der er Rassismus scharf verurteilte und sich unmissverständlich auf die Seite von Vinícius stellte. Er betonte, wie wichtig Spieler seien, die anders sind, und erinnerte an Franck Ribéry als Beispiel für einen Spieler, der dem FC Bayern einst zu großen Erfolgen verholfen habe. „Man darf da eine Meinung haben, aber nicht über eine Grenze gehen“, mahnte Kompany.

Die Vorgeschichte ist brisant: Vinícius Júnior ist seit einiger Zeit Zielscheibe von rassistischen Anfeindungen, was zu heftigen Diskussionen und Forderungen nach härteren Strafen geführt hat. Kompanys klare Positionierung ist daher von besonderer Bedeutung. Er sieht in Vinícius einen Spieler, der trotz aller Widrigkeiten seine individuelle Klasse unter Beweis stellt. „Ich will natürlich nicht, dass er zu gut gegen uns spielt“, räumte Kompany im Hinblick auf das Rückspiel nächste Woche in München ein, „aber das Ergebnis wird trotzdem zweitrangig sein.“

Die Geste Kompanys zeigt, dass es im Fußball auch über den sportlichen Wettkampf hinaus eine menschliche Dimension gibt. Es ist ein Zeichen der Solidarität, das in der aktuellen Debatte um Rassismus und Respekt im Sport eine wichtige Rolle spielen könnte. Die kommenden Tage werden zeigen, ob diese Botschaft auch auf dem Platz Wirkung zeigt, wenn die beiden Mannschaften im Rückspiel aufeinandertreffen.