Kölner haie zittern sich zum 2:0 – münchen und berlin schlagen zurück

Die Haie nähern sich dem Halbfinale auf Zehenspitzen. Mit 4:2 bei den Schwenninger Wild Wings machten die Kölner am Freitag den zweiten Schritt, doch der Underdog schlug zweimal zu und zwang die Haie erneut in die Knie – zumindest phasenweise. Nate Schnarr traf doppelt und rettete die Favoriten. Drei Tage nach dem 1:0 im Auftaktspiel liegt Köln mit 2:0 vorne, braucht aber noch zwei weitere Siege, um das Ticket fürs Semifinale zu lösen.

München und berlin wenden die serie

Während Köln sich quält, drehten zwei Titelfavoriten die Play-offs auf. EHC Red Bull München zerlegte den ERC Ingolstadt im bayerischen Derby mit 6:1. Nach dem 5:6-Debakel vom Dienstag fuhren die Münchner in der zweiten Periode vier Tore hintereinander auf – Tobias Rieder eröffnete, Taro Hirose schloss den Kasten. Ingolstadt taumelt, München fliegt.

Die Eisbären Berlin stoppten die Straubing Tigers mit 2:1. Ty Ronning ließ die Hauptstädter mit zwei Treffern (14./21.) aufschreien und glich die Best-of-seven-Serie zum 1:1 aus. Die Tigers hatten nach dem 5:1-Kantersieg vom Diensten den Schwung nicht konserviert – Berlin bestrafte jeden Fehler sofort.

Bremerhaven am abgrund

Bremerhaven am abgrund

Die Fischtown Pinguins stehen mit dem Rücken zur Wand. Nach 4:5 in der Verlängerung gegen die Adler Mannheim liegen sie mit 0:2 hinten. Colt Conrad glich 58 Sekunden vor Ende mit leerem Kasten aus, doch Zach Solow schoss die Adler in der Overtime zum Auswärtssieg. Nun droht Bremerhaven das erste Aus seit 2021 – und das, obwohl sie in der Hauptrunde als Vierte die Play-offs betraten.

Spiel drei für Köln ist am Samstag um 15 Uhr in Schwenningen. München empfängt Ingolstadt am Sonntag um 19 Uhr, Berlin reist am Sonntag um 14 Uhr zurück nach Straubing. Wer zuerst vier Siege holt, träumt vom Finale. Die Haie sind nah dran – aber der Gegner atmet ihnen noch im Nacken.