Kölner frauen verpassen frankfurt-coup: führung verspielt, siegloser fluch hält

Marina Hegering köpfte in der zweiten Minute, das Franz-Kremer-Stadion tobte – und dann kam wieder dieses Frankfurt. Der 1. FC Köln führte 1:0 gegen die Eintracht, lag am Ende 1:2 zurück, und die alte Leier bleibt: 16. Aufeinandertreffen, 16. Mal ohne Sieg. Die Kölnerinnen bleiben Tabellenachter, die Hessen fest auf Champions-League-Kurs.

Blitzstart mit hangrutsch

Die Partie war noch warm, da schlug Hegering bereits zu. Ecke von links, Kopfball, 1:0 – das sah nach Abend der zarten Überraschung aus. Doch die Vorzeichen waren trügerisch. Schon in der fünften Minute schenkte Torhüterin Irina Fuchs den Ball fast herunter, Nicole Anyomi presste, Remina Chiba hob den Lupfer nur knapp drüber. Warnung ignoriert.

Pauline Bremer hätte in der 23. Minute nachlegen können, verzog. Dann übernahm Frankfurt das Kommando. Laura Freigang setzte einen Kopfball drüber (35.), aber die zweite Hälfte gehörte nur noch den Gästen. Freigang vollendete aus 16 Metern zum Ausgleich (58.), fünf Minuten später profitierte Chiba von einem Bohnen-Patzer – 2:1. Die Kölner Defensive, bis dahin dicht wie ein festgezurrter Rucksack, fiel in sich zusammen.

Carlson-plan zerbricht an chiba

Carlson-plan zerbricht an chiba

Trainerin Britta Carlson hatte ihre Elf tief und kompakt eingestellt, wollte Konter nutzen. Das klappte 60 Minuten. Als Chiba einschob, war das Konzept Makulatur. Die letzte Viertelstunde: viel Einsatz, kein Durchkommen. Rebecka Blomqvist hätte sogar das 3:1 erzielt, scheiterte am Außennetz (83.).

Die Bilanz bleibt schmerzhaft: kein Heimsieg seit dem 5:0 gegen Meppen im November, nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen. Frankfurt dagegen feiert den dritten Auswärtssieg in Serie und rückt auf Platz drei bis auf zwei Zähler an Bayern heran.

Nächster Prüfstand: am 26. April in Hoffenheim. Dort will Köln endlich den Bann brechen – sonst wird der Mittelfeldplatz noch zur Falle.