Kolberg und probst dominieren tag 3 der hallen-dm in dortmund

Dortmund hat gesprochen. Am dritten und letzten Tag der Deutschen Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik lieferten Maitje Kolberg und Marius Probst die stärksten Auftritte des gesamten Wochenendes ab — und ein 19-jähriger Dreispringer machte mit einem einzigen Satz kurzen Prozess mit der gesamten Konkurrenz.

Kolberg gewinnt das rennen ihres lebens

Das große Duell mit Nele Weßel fiel aus — sie hatte nach ihrem Titel über 3000 Meter ihren zweiten Start abgesagt. Aber ehrlich gesagt brauchte der Abend dieses Duell nicht. Maitje Kolberg lief in 4:20,47 Minuten ins Ziel und sorgte für einen der emotionalsten Momente dieser drei Tage. Kurz dahinter sprintete Adia Budde mit einem furiosen Schlussspurt noch auf Silber in 4:21,01 Minuten, Bronze holte Vera Coutellier in 4:21,87 Minuten. Ein Rennen, das man so schnell nicht vergisst.

Probst schreibt weiter an seiner legende

Probst schreibt weiter an seiner legende

Bei den Männern gab es keine Überraschungen — und das war durchaus beeindruckend. Marius Probst übernahm von der ersten Kurve an das Kommando und ließ sich die Führung bis zur Ziellinie nicht nehmen. 3:38,90 Minuten, achter Hallentitel, sechster über 1500 Meter. Der 30-Jährige aus dem Mittelstrecken-Lager der deutschen Leichtathletik ist schlicht das Maß aller Dinge. Tobias Tent sicherte sich in 3:40,69 Minuten Silber, Marvin Heinrich lief in 3:41,96 Minuten zu Bronze. Karl Bebendorf, eigentlich für eine Überraschung gut, blieb als Fünfter in 3:43,90 Minuten weit hinter den Erwartungen zurück.

Osazee macht es mit dem ersten versuch

Osazee macht es mit dem ersten versuch

Und dann war da noch Peter Osazee. Der 19-Jährige sprang im Dreisprung mit seinem allerersten Versuch 15,80 Meter35 Zentimeter über seiner bisherigen persönlichen Bestleistung. Der Wettkampf war damit faktisch beendet. Seinen letzten Sprung brach er ab, machte eine Rolle vorwärts in der Sandgrube und grinste. Warum auch nicht. Mohammed Amin Alsalami kam mit 15,78 Metern noch am nächsten heran, Maximilian Skarke holte mit 15,66 Metern Bronze. Aber der Abend gehörte Osazee — und das weiß er selbst am besten.

Drei Tage, 14 Entscheidungen, und ein klares Bild: Die deutsche Leichtathletik hat in der Halle Dortmund nicht nur Meister gekrönt, sondern auch einen neuen Stern am Horizont aufgehen lassen. Osazee, 19 Jahre alt, 15,80 Meter — diese Zahl wird noch lange nachhallen.