Koke tritt erneut gegen barça an – einziges überbleibsel jener nacht von 2014

Am 1. April 2014, vor zwölf Jahren, stand Atlético Madrid erstmals in der Champions-League-Geschichte gegen den FC Barcelona. Damals im Camp Nou, damals im Viertelfinal-Hinspiel, damals war Koke dabei – und heute ist er der einzige Spieler, der noch auf dem Platz steht.

Die anderen sind weg. Diego Godín, damals Abwehrchef, ist in Uruguay beim Aufbau seines Weinimperiums. David Villa sitzt heute im Vorstand von Atlético, berät neue Investoren, plant Transferstrategien. Thibaut Courtois ist beim FC Real, Arda Turan macht Politik in der Türkei, Filipe Luís und Gabi trainieren in Brasilien bzw. Saudi-Arabien. Nur Koke blieb.

Ein einziger spieler gegen die zeit

729 Pflichtspiele für Atlético. 145 Einsätze in europäischen Wettbewerben. Kein anderer Spieler des Vereins kommt auch nur annähernd an diese Zahlen heran. Und doch war es lange Zeit in Mode, ihn abzuschreiben. Zu langsam. Zu alt. Zu viele Kilometer in den Beinen. Doch der Kapitän läuft weiter. In dieser Saison schon 45 Spiele, fast 3.000 Minuten.

Die Nacht von 2014 war der Beginn einer Ära. Ein 1:1 im Camp Nou, ein Traumtor von Diego Ribas, ein Remis, das Atlético mit dem Rückspiel den Weg ins Halbfinale ebnete. Damals war Diego Simeone noch der neue Enforcer, heute ist er der dienstälteste Trainer Europas. Und Koke? Der war damals 22, heute ist er 34 – und immer noch der erste Name auf dem Aufstellungsbogen.

Barça ist wieder da – und koke auch

Barça ist wieder da – und koke auch

Zweimal trafen Atlético und Barcelona in den Jahren 2014 und 2016 in der K.o.-Runde aufeinander. Zweimal schied der FC Barcelona aus. Zweimal war Koke mittendrin. Nun kommt erneut ein Viertelfinale. Das Camp Nou ist renoviert, die MSN-Ära (Messi, Suárez, Neymar) ist Geschichte, doch Koke ist geblieben.

Die Frage ist nicht, ob er spielt. Die Frage ist, wie lange er noch wird spielen können. Denn während andere Karrieren enden, beginnt seine zweite. Nicht als Spieler, der überlebt hat. Sondern als Spieler, der immer noch entscheidet.

Am Dienstagabend wird er wieder laufen. Nicht aus Nostalgie. Sondern aus Pflicht. Weil er der Kapitän ist. Weil er Atlético ist. Und weil er weiß: Manchmal ist ein Spiel mehr als nur ein Spiel – manchmal ist es ein Leben.