Knie-alarm bei eintracht frankfurt: santos fliegt raus – und das kreuzband zittert
Kaua Santos humpelte nach 60 Sekunden vom Platz, Eintracht-Coach Albert Riera schluckte sichtbar. Jetzt ist klar: Der Torhüter fehlt Wochen – und die Nervosität im Frankfurter Lager steigt.
Innenband gerissen, kreuzband zittert
Der Brasilianer zog sich beim Zusammenprall mit Ex-Eintrachtler Igor Matanovic eine Innenbandverletzung im linken Knie zu. Das gab der Klub am Montag bekannt. Die Diagnose: „mehrere Wochen Pause“. Das klingt harmloser, als es ist. Denn Santos’ Kreuzband riss erst vor einem Jahr. Die Angst, dass sich die alte Wunde wieder öffnet, schwebt weiter über deutschen Banken.
Michael Zetterer wird einspringen. Der 29-Jährige war am Sonntag nach der frühen Auswechslung sofort da, hielt seinen Kasten sauber und half beim 2:0 gegen Freiburg mit. „Er hat gezeigt, dass er bereit ist“, sagte Riera. Doch Zetterer war eigentlich nur die Nummer zwei. Nun muss er mindestens bis April die Nummer eins sein.

Riera baute santos auf – jetzt droht der reset
Der neue Trainer hatte Santos nach Dino Toppmöllers Rauswurf wieder zum Stammkeeper erklärt. 16 Pflichtspiele lief der 22-Jährige in dieser Saison, aber mit wechselnden Glanzlichtern und Patzern. Die Unsicherheit war nie ganz weg. Jetzt ist sie zurück – nur ohne Santos auf dem Rasen.
Markus Krösche, Sportvorstand, beruhigte ein wenig: „Das Kreuzband ist nicht betroffen.“ Dennoch: Die Zeit arbeitet gegen den Klub. Mit Leverkusen, Dortmund und Leipzig warten in den nächsten Wochen Gegner, die jeden Fehler bestrafen. Und hinter Zetterer wartet nur noch der 19-jährige Nachwuchskeeper Jan Schröder.
Santos wird die Rückrunde nicht mehr retten. Die Frage ist, ob Eintracht Frankfurt ohne ihn die Saison noch rettet.
