Knappes aus für gimmler und rydzek: sprint-traum bei olympia geplatzt
- Enttäuschung im langlauf-sprint: deutsche verpassen finale
- Kläbo und svahn triumphal: norwegische und schwedische dominanz
- Gimmler kämpft bis zum schluss: 63 hundertstelsekunden fehlten
- Rydzek mit kraftverschwendung: platz acht im gesamtklassement
- Stölben überzeugt, scheidet aber aus: bittere enttäuschung
- Deutschland wartet auf eine medaille: lange durststrecke im sprint
- Ergebnisse im überblick
Enttäuschung im langlauf-sprint: deutsche verpassen finale
Laura Gimmler und Coletta Rydzek, die sich aufgrund ihrer starken Leistungen im Weltcup durchaus Chancen auf eine Medaille ausgerechnet hatten, verpassten im Langlaufsprint denkbar knapp das Finale. Die beiden deutschen Langläuferinnen zeigten zwar einen kämpferischen Einsatz, doch am Ende reichte es nicht ganz für den Einzug in die entscheidende Runde. Unter lautstarker Anfeuerung von Freund Cyprien Sarrazin und Bruder Johannes Rydzek gaben sie alles, doch der Traum vom olympischen Finale zerplatzte.

Kläbo und svahn triumphal: norwegische und schwedische dominanz
Während der norwegische Topstar Johannes Hösflot Kläbo seine beeindruckende Rekordjagd fortsetzte und die Schwedin Linn Svahn überraschend Gold holte, schieden das DSV-Duo im Halbfinale aus. Kläbo sicherte sich bereits seine siebte olympische Goldmedaille und baut seinen Vorsprung in der ewigen Bestenliste weiter aus. Svahn feierte ihren ersten olympischen Sieg und führte ein starkes schwedisches Team an.
Gimmler kämpft bis zum schluss: 63 hundertstelsekunden fehlten
Laura Gimmler verpasste als Dritte ihres Halbfinals nur um 63 Hundertstelsekunden den ersten deutschen Einzug in ein olympisches Sprintfinale seit 20 Jahren. „Wir haben die Regel unseres Trainers, dass wir eine Stunde enttäuscht sein dürfen, dann ist das abgehakt“, sagte die 32-Jährige. Trotzdem zeigte sie sich mit Rang sieben zufrieden: „Das ist ein anständiges Niveau.“ Der französische Alpin-Star Cyprien Sarrazin spendete anerkennenden Applaus.
Rydzek mit kraftverschwendung: platz acht im gesamtklassement
Coletta Rydzek hatte im Viertelfinale auf der anspruchsvollen Strecke zu viel Kraft investiert und erreichte letztlich Platz vier in Gimmlers Lauf. Im Gesamtklassement reichte es für Rang acht. „Als Sportler will man immer ein bisschen mehr, das Ziel war schon das Finale. Es ist solide gewesen“, sagte die Oberstdorferin, bevor sie ihren Bruder Johannes herzlich umarmte, der am Mittwoch bei den Kombinierern um Gold kämpft.
Stölben überzeugt, scheidet aber aus: bittere enttäuschung
Auch Jan Stölben zeigte eine gute Leistung und qualifizierte sich als Elfter für das Viertelfinale, schied dort aber chancenlos aus. „Es fühlt sich so bitter an, weil ich fest davon überzeugt bin, dass viel, viel mehr drin war“, sagte der 24-Jährige. Er hatte bei der Tour de Ski an gleicher Stelle im Januar noch das Finale erreicht.
Deutschland wartet auf eine medaille: lange durststrecke im sprint
Seit der Premiere des Sprints im Jahr 2002 hat Deutschland drei Olympia-Medaillen im Langlauf-Sprint gewonnen. Der heutige Bundestrainer Peter Schlickenrieder und Evi Sachenbacher-Stehle gewannen bei der Erstauflage 2002 sowie Claudia Nystad 2006 jeweils Silber. Seitdem hat jedoch kein DSV-Athlet mehr das Finale erreicht.
Ergebnisse im überblick
| Disziplin | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Frauen Sprint | Linn Svahn (SWE) | Jonna Sundling (SWE) | Maja Dahlqvist (SWE) |
| Männer Sprint | Johannes Hösflot Kläbo (NOR) | Ben Ogden (USA) | Oskar Opstad Vike (NOR) |
SID Wintersport News
