Klopps versöhnungsversuch: "ich hätte mir aufs maul fliegen lassen können"

Houston – Ein leicht peinlicher Seitenhieb, ein schnelles Schuldeingeständnis: Jürgen Klopp hat sich nach dem klaren 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für seinen umstrittenen "Noch-Spruch" entschuldigt. Der ehemalige Liverpool-Coach ließ wenig Zweifel daran, dass ihm die Äußerung zuwider war, auch wenn sie im Eifer des Spiels herausgerutscht war.

Die entschuldigung im nachhinein: ein zeichen des respekts

Die entschuldigung im nachhinein: ein zeichen des respekts

Nach dem Spielgeschehen bei MagentaTV erklärte Klopp, dass ihm bewusst sei, wie unklug seine Bemerkung gewesen war. "Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden: Das ist 'noch'. Ich hätte mir dafür aufs Maul fliegen lassen können“, gestand er. Der Vorfall entstand im Rahmen der Diskussion über die mögliche Aufstellung, bei der Klopp mehrfach das Wort „noch“ verwendete, um zu betonen, dass Nagelsmann letztendlich die Entscheidungsgewalt habe. Müller hatte daraufhin bemerkt, Klopp sei wohl schon „im September“ gedanklich.

Allerdings räumte Klopp ein, dass die Entschuldigung im Nachhinein schwierig gewesen sei. "Es war zu spät, ich war im Fernsehen“, erklärte er. Er betonte aber auch, dass er und sein Team voll und ganz hinter Nagelsmann stehen: "Wir sind komplett auf eurer Seite. Es kommt nichts, was den Ablauf stören soll." Die öffentliche Kritik an Klopps Äußerung war heftig gewesen, was den dringenden Bedarf einer Versöhnung unterstreicht.

Klopp, der demnächst 59 Jahre alt wird, spielte auf seine vermeintliche Tollpatschigkeit an: „Ich bin immer noch dämlich“, fügte er lachend hinzu. Das deutet darauf hin, dass er den Vorfall nicht allzu ernst nimmt, aber dennoch die Bedeutung einer respektvollen Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer erkennt.

Die Leistung der deutschen Mannschaft gegen Curaçao überschattete den kleinen Disput kaum. Das Schützenfest mit einem hohen Punktestand zeigt, dass das Team trotz interner Diskussionen auf dem richtigen Weg ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dynamik zwischen Klopp und Nagelsmann in Zukunft entwickeln wird, aber die heutige Entschuldigung deutet auf eine konstruktive Lösung hin. Die Fußballwelt wird gespannt beobachten, ob diese Geste die Zusammenarbeit weiter stärkt.