Kleindienst vor comeback: emotionaler abschied oder wm-hoffnung?
Borussia Mönchengladbach bangt nicht mehr um den Abstieg, aber für Tim Kleindienst ist der letzte Bundesliga-Spieltag 2026 mehr als nur ein weiteres Spiel. Nach fast einem Jahr der Qual und einer schweren Knieverletzung winkt dem Angreifer das Comeback – und damit vielleicht auch die Chance auf eine überraschende WM-Nominierung.
Die lange leidenszeit des nationalspielers
Die Verletzung im Mai 2025, ein gerissener Meniskus, hat Kleindiensts Karriere fast zum Stillstand gebracht. Die ersten Versuche, wieder ins Team zu finden, scheiterten schmerzhaft, als sein Knie erneut reagierte. „Es ist wirklich verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass die Verletzung jetzt fast genau ein Jahr her ist“, gestand der 30-Jährige in einem Gespräch mit Klubmedien. Die Wartezeit fühlte sich endlos an, doch die letzten Wochen zeigten Fortschritte. Er konnte die Belastung schrittweise steigern, und nun scheint der Moment gekommen zu sein.

Ein paar minuten, die alles bedeuten
„Alleine die Aussicht darauf bedeutet mir nach dieser langen Zeit schon extrem viel“, so Kleindienst. Ein Kurzeinsatz gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist nun realistisch. Es wäre ein emotionaler Moment, nicht nur für ihn, sondern auch für die Fans, die ihn so lange vermisst haben. Aber Kleindienst denkt größer. Die WM ab dem 11. Juni ist ein Ziel, das er offen anspricht.

Die wm-hoffnung: ein riskantes spiel?
Die Nominierung für die WM wäre ein Wunder, angesichts seiner langen Ausfallzeit. Aber Kleindienst ist ein Kämpfer, und er scheint entschlossen, alles zu versuchen. Die Entscheidung liegt nun bei Bundestrainer Julian Nagelsmann. Wird er dem Angreifer eine Chance geben, oder ist die WM-Hoffnung für Kleindienst nur ein Trugbild? Die kommenden Minuten gegen Hoffenheim werden entscheidend sein. Die Leistung zählt, und Kleindienst muss zeigen, dass er wieder bereit ist für die großen Aufgaben.
Die Zahl spricht für sich: 365 Tage der Rehabilitation, des Schmerzes und der Hoffnung. Ein Jahr, das Kleindienst verändert hat. Ob er nun in Katar auf Torejagd gehen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Er hat bewiesen, dass er niemals aufgibt.
