Mainz 05: keine scharfrichterrolle, sondern fokus auf eigene leistung!

Die Spannung im Abstiegskampf der Bundesliga ist kaum zu überbieten, doch der FSV Mainz 05 blickt vor dem Saisonfinale beim 1. FC Heidenheim vor allem auf sich. Trainer Urs Fischer betonte gestern, dass seine Mannschaft sich nicht als alleinige Entscheider im Kampf um den Klassenerhalt sieht – eine klare Ansage angesichts der prekären Lage vieler Teams.

Die verantwortung liegt bei jedem selbst

Die verantwortung liegt bei jedem selbst

„Man hat 34 Spieltage Zeit, um auf sich zu schauen. Wir sind nicht verantwortlich für die Situation der anderen“, erklärte Fischer auf die Nachfrage der Journalisten. Seine Worte unterstreichen die Philosophie des Trainers: Der Fokus liegt auf der eigenen Leistung, nicht auf den Fehlern anderer. „Wir waren selbst schon in einer ähnlichen Lage und haben uns hervorragend herausgekämpft“, erinnerte er, was die Entschlossenheit des Teams deutlich macht.

Die Rheinhessen haben sich nach einer schwierigen Phase in der Rückrunde stabilisiert und den Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern. Dennoch herrscht keine Nachlässigkeit. „Ich bin dankbar, dass wir uns nicht in der Situation befinden, in der andere stecken“, so Fischer, der seine Mannschaft vor dem letzten Spieltag vor einer konzentrierten Leistung anspricht. Es geht darum, das Spiel gegen Heidenheim bestmöglich anzugehen.

Keine Geschenke, sondern Kampfgeist: Fischer machte deutlich, dass er keine Punkte verschenken wird. „Wir versuchen, die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu bekommen und die bestmögliche Leistung abzurufen.“ Ob das gelingt, wird sich zeigen, aber die Vorbereitung stimmt optimistisch. Ein mentaler Druckabfall nach dem sicheren Klassenerhalt ist zwar menschlich, aber die Mannschaft hat bereits bewiesen, dass sie den Schalter wieder umlegen kann, wie der zweite Durchgang gegen Union Berlin zeigte.

Die jüngste 1:3-Niederlage gegen Union Berlin, insbesondere die schwache erste Halbzeit, wurde intern einer „sehr deutlichen Analyse“ unterzogen. Doch Fischer zeigt sich zuversichtlich: „Ich bin optimistisch für Samstag.“ Ein Zeichen dafür ist die Vertragsverlängerung mit Routinier Stefan Bell, der seit 2007 zum Verein gehört und 333 Pflichtspiele für die Profis absolviert hat. Der 34-Jährige, der als „Institution bei Mainz 05“ bezeichnet wird, soll auch in der kommenden Saison mit seiner Erfahrung und seinem Einsatz weiterhelfen.

Auch Danny da Costa hat bereits seine Zusage für die nächste Saison gegeben. Der Verein setzt somit auf Kontinuität und die Stabilität seiner erfahrenen Spieler. Die Entscheidung von Mainz 05, sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren und die Verantwortung für den Klassenerhalt bei jedem einzelnen Spieler zu sehen, könnte der Schlüssel zum Erfolg im letzten Spiel gegen Heidenheim sein. Denn am Ende zählt nur eines: die eigene Leistung.