Klaebo schreibt geschichte: der neue marca leyenda!
Ein magischer Abend im Sport fand seinen fulminanten Abschluss – mit einer Ehrung, die in die Geschichte eingehen wird. Nach einem perfekten Auftakt, der an Nadja Comanecis legendäre 10 erinnert, krönte man Johannes Klaebo zum MARCA Leyenda, dem begehrten Preis, den Michael Jordan bereits 1997 in seiner Kategorie etablierte. Der Norweger reiht sich damit in die illustre Galerie der größten Sportler der Welt ein.
Der hexathlon-könig betritt die weltbühne
Sechs olympische Goldmedaillen, ein Triumph, der im vergangenen Februar in Milán-Cortina für Erdbebenstimmung sorgte, machten Klaebo zum strahlenden Mittelpunkt der Gala. Doch was macht diesen Mann, diesen ersten Skilangläufer, der diese Auszeichnung erhält, so einzigartig? Es ist seine unglaubliche Fähigkeit, seine Konkurrenz in jeder Disziplin und über jede Distanz zu bezwingen.
Stellen Sie sich vor, ein Athlet dominiert sowohl den Sprint im klassischen Stil, bei dem die Skier fast auf Schienen laufen, als auch die anstrengenden 50 Kilometer im Skating-Stil – eine Leistung, die selbst Michael Phelps, den Rekordhalter bei den Olympischen Spielen, in Staunen versetzen würde. Klaebo ist kein Athlet, der sich auf eine einzige Stärke verlässt; er ist ein Vollprofi, der seine Gegner in jeder Situation übertrumpft.

Die geheimnisse des erfolgs: mehr als nur talent
Doch wo liegt das Geheimnis dieses außergewöhnlichen Athleten? Experten weisen auf eine außergewöhnliche aerobe Basis hin, mit einem VO₂máx-Wert, der offiziell zwar nicht bekannt ist, aber Schätzungen zufolge zu den höchsten aller Sportler zählt – möglicherweise sogar höher als der des Triathleten Blummenfelt. Sein Körper ist eine Maschine, die selbst die größten Anforderungen stemmen kann.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist seine seit Kindheit kultivierte technische Flexibilität. Seine prägendste Erinnerung ist die Zeit, als sein Großvater Kåre Høsflot ihn von der Schule abholte und mit ihm zum Skilaufen fuhr. Dieser Großvater, der heute über achtzig Jahre alt ist und immer noch sein persönlicher Trainer ist, lehrte ihn beide Stile, ohne ihn zu einer vorzeitigen Spezialisierung zu drängen. Die Ausbildung in beiden Stilen war der Schlüssel zu seiner Allround-Fähigkeit.
Aber vielleicht ist das Wichtigste, so die Experten, seine nahezu perfekte Bewegungswirtschaft. Klaebo verschwendet keine Energie. Jede Bewegung ist präzise kalkuliert. Er passt seine Technik im Bruchteil einer Sekunde an die Steigung an, bevor seine Konkurrenten überhaupt realisiert haben, was passiert. In Abfahrten gewinnt er wertvolle Sekunden zurück, und am Ende eines Rennens hat er Reserven, die seine Gegner schon lange aufgebraucht haben. Der Kampf mit Einer Hedegart über 10 Kilometer im klassischen Stil verdeutlichte diese Überlegenheit.

Die mentale stärke: mehr als nur körperliche überlegenheit
Neben seiner körperlichen Stärke, die durch sein intensives Training von 350 Stunden zwischen Fitnessstudio und Skaten im Juli und August belegt wird, ist es vor allem seine mentale Stärke, die ihn auszeichnet. Es ist keine kalte, berechnende Art, den Gegner zu brechen, wie man sie beispielsweise von seinem Landsmann Magnus Carlsen kennt. Im Skilanglauf sieht man den Gegner kaum, man hört nur sein Keuchen. Klaebo weiß, dass ihn niemand schlagen kann, weil niemand das Spiel mit so viel Geschick spielt. Er ist bereit, extreme Opfer zu bringen – zwei Monate ohne seine Freundin, um Ansteckungen zu vermeiden, oder zwei Tage bei seinen Eltern, um eine potenzielle Infektion zu verhindern.
Seine Erfolgsbilanz spricht für sich: 113 Weltcup-Siege in 196 Rennen, sechs Gesamtweltcup-Siege und zwölf Siege in den Disziplinen, 15 Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften. Johannes Klaebo ist mehr als nur ein Skilangläufer; er ist eine Legende, die die MARCA Leyenda-Galerie bereichert und auf dem Weg zum Centenario steht.
Mit Johannes Klaebo betritt ein Athlet die Bühne, der die Grenzen des Möglichen neu definiert und die Welt des Skilanglaufs für immer verändert hat. Er ist ein Vorbild für zukünftige Generationen von Sportlern.
