Kläbo dominiert falun: weltcup-siege 108 und 109 in zwei tagen
Es reicht ihm ein einziger Antritt kurz vor dem Ziel. Dann winkt Johannes Hösflot Kläbo lässig ins Publikum und läuft als Erster über die Ziellinie. So war es am Samstag im Sprint, so war es am Sonntag im Skiathlon – und so wird es wohl auch in Falun 2027 sein, wenn der Norweger dort in allen sechs WM-Rennen als Titelverteidiger antritt.
Kläbo macht weiter, als wäre olympia nur ein aufwärmtraining gewesen
Sechs Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Val di Fiemme. Weltcup-Sieg Nummer 108 am Samstag im Sprint. Weltcup-Sieg Nummer 109 am Sonntag im Skiathlon über je 10 km klassisch und Freistil. Der 29-Jährige zeigt keinerlei Anzeichen von Erschöpfung oder Selbstzufriedenheit – und genau das ist das Beängstigende an ihm.
Im Skiathlon in Falun lief es nach dem üblichen Kläbo-Muster ab: Mitfahren, Kraft sparen, kurz vor Schluss antreten, fertig. Harald Östberg Amundsen und Martin Löwström Nyenget komplettierten das rein norwegische Podium. Bester Deutscher war Florian Notz auf Rang 24 – ein Abstand, der die aktuelle Kluft im Weltlanglauf schonungslos abbildet.
Warum falun für kläbo kein gewöhnlicher weltcup-stopp ist
Die schwedische Stadt ist nicht irgendein Austragungsort. 2027 findet dort die Nordische Ski-WM statt, und Kläbo reist dann als Titelverteidiger in sämtlichen sechs Disziplinen an. Was er in diesem Wochenende gezeigt hat, war kein bloßes Kräftemessen – es war eine stille Botschaft an die Konkurrenz: Ich kenne diese Strecken, ich kenne dieses Publikum, und ich habe noch lange nicht genug.
Die Zahl spricht für sich: 109 Weltcup-Siege. Kein Läufer der Geschichte hat diesen Wert je erreicht. Und Kläbo ist 29. Er hat Zeit.
