Killian hayes schlägt zurück: kings sichern sich franzosen langfristig

Zwei 10-Tage-Verträge reichten. Die Sacramento Kings haben Killian Hayes nicht länger warten lassen – und ihm am Sonntag einen Zweijahresvertrag gegeben. Der 24-jährige Guard aus Cholet räumt damit den letzten Platz im Kader des West-Kontrahenten und bekommt die Chance, sich nach vier enttäuschenden Jahren in Detroit endlich dauerhaft in der NBA zu etablieren.

Hayes liefert erste playmaker-blitze

Die Zahlen klingen bescheiden: 3,8 Punkte, 2,0 Rebounds, 3,3 Assists in 17 Minuten. Doch wer die letzten zehn Spiele der Kings verfolgte, sah einen Point Guard, der den Ball sicher durch die Hälfte bringt, die Tempo-Umschaltung beschleunigt und mit 1,98 m Länge hinten aggressiv wechselt. Besonders sein Start gegen die Warriors fiel auf: 11 Punkte, vier Assists, null Ballverlust. „Er versteht, wo die Körbe hängen“, sagt Assistant Coach Jordi Fernandez. „Das Timing seiner Einwürfe stimmt.“

Dass Hayes’ Dreier erst bei 20,8 % steht, interessigt die Front Office-Runde um GM Monte McNair nur bedingt. Sacramento will einen sekundären Initiator neben De’Aaron Fox, der in Bench-Minuten die zweitbeste Unit leitet und die Offensive nicht zum Stillstand kommen lässt. Hayes erfüllt diese Rolle – und kostet nur 1,9 Mio. Dollar pro Jahr.

Vertragsjoker in saison zwei

Vertragsjoker in saison zwei

Die zweite Saison (2026/27) ist laut ESPN-Insider Shams Charania nur partiell garantiert. Sprich: Falls Hayes’ Entwicklung stagniert oder der Kader neu justiert wird, können die Kings ohne Dead-Cap-Risiko aussteigen. Für den Franzosen bedeutet das: Die nächsten 24 Regular-Season-Spiele sind sein persönliches Play-off. „Ich bin nicht mehr der Sieben-Pick, der alles vorgezeichnet bekommt“, sagte Hayes nach dem Abschlusstraining. „Ich bin der Typ, der jeden Morgen zuerst im Gym ist und zuletzt geht.“

Die Pistons hatten ihn nach 245 Spielen und 37 % Feldwurf verabschiedet, die Nets nach 16 Tagen wieder entlassen. Die G-League-Zeit in Long Island schmeckte dem ehemaligen EYBL-MVP nicht. „Man fliegt Commercial, wacht in Motels auf und fragt sich, warum man 14 Stunden Bus fährt, obwohl man NBA-Niveau hat.“ Die Antwort lieferte er mit 18 Assists in zwei Showcase-Spielen – und einem Telefonat von Sacramento, das jetzt in einen langfristigen Deal mündete.

Der französische Verband hofft indes, dass Hayes’ Minutenzahlen steigen. Nationalteamchef Boris Diaw plant, ihn erneut für die Olympic-Qualis 2025 zu berufen. „Wenn er regelmäßig NBA-Rhythmus hat, passt er perfekt zu unserem offenen Spiel.“ Die Kings wiederum winken ab: Erst die Play-offs, dann die Nationalpause. Für Hayes zählt nur eins – den Job behalten, den er sich gerade erkämpft hat.