Kickboxerin kiara mager: vize-weltmeisterin jongliert mit amt und fäusten

Kirchheimbolanden – Wenn Kiara Mager in den Ring steigt, verstummt die Halle. Die 24-jährige Kickboxerin, die kürzlich Vize-Weltmeisterin im Pointfighting wurde, ist nicht nur eine Sportlerin vom Feinsten, sondern auch eine Beamte im gehobenen Dienst. Ein Leben zwischen Disziplin, Kampfgeist und Bürokratie – eine Kombination, die überrascht und inspiriert.

Von der kampfsau zum verwaltungsbeamten

Magers Weg zum Kickbox-Stern begann schon in Kindheitstagen. Ihr Vater, Sven Mager, ein ehemaliger Oberliga-Fußballer, erkannte früh ihr Talent und ihre Leidenschaft für den Wettkampf. „Ich war früher so eine Kampfsau beim Fußball“, erinnert sich Sven mit einem Lächeln. „Immer alles gegeben. Das hat die Kiara auch.“ Dieser Ehrgeiz und die Energie, die sie auf dem Spielfeld zeigte, fand in der Kickboxen eine neue und erfolgreiche Bahn.

Doch neben dem harten Training und den Wettkämpfen wartet auf Kiara ein ganz anderer Alltag: Sie arbeitet bei der Kreisverwaltung im Donnersbergkreis. Ihre Kollegen dürften sich schwindlig werden, wenn sie von ihrem Doppelleben erfahren. „Ich bin Beamtin im gehobenen Dienst“, erklärt sie, und man spürt, dass diese Tätigkeit für sie ebenso wichtig ist wie der Sport.

Familienbande und der „sandsack“

Familienbande und der „sandsack“

Die Leidenschaft für den Kampfsport liegt in der Familie. Auch ihr jüngerer Bruder, Fynn, ist ein talentierter Kickboxer und ein wichtiger Trainingspartner. „Ich bin froh, dass er da ist und das mit mir macht“, sagt Kiara. Fynn erinnert sich lachend an die Anfangszeit: „Als ich dann älter geworden bin, wurde es ebenbürtiger, aber am Anfang war ich eher wie so ein Sandsack.“ Diese familiäre Unterstützung ist ein entscheidender Faktor für ihren Erfolg.

Die Erfolgsliste von Kiara Mager liest sich beeindruckend: Vize-Weltmeisterin im Pointfighting, drei World Cups, drei European Cups und zahlreiche deutsche Meistertitel. Ihre blitzschnellen Bewegungen, die präzisen Schläge und der unerschütterliche Fokus machen sie zu einer der besten Kickboxerinnen Deutschlands.

Doch was treibt sie an? „Es ist diese unglaubliche Freiheit, die man im Ring erlebt“, erklärt Kiara. „Wenn man sich voll reinhängt, alles gibt und am Ende steht und weiß, dass man alles gegeben hat – das ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann.“

Die Zukunft verspricht weitere spannende Wettkämpfe und Herausforderungen für Kiara Mager. Ob im Ring oder im Büro – sie beweist, dass man mit Disziplin, Leidenschaft und Herzblut seine Ziele erreichen kann. Und wer weiß, vielleicht schauen ja bald einige Kollegen der Kreisverwaltung zu ihren nächsten Kämpfen – um sich von der meisterhaften Leistung einer Kickboxerin und Beamtin inspirieren zu lassen.