Kia ev2 landet in italien: preis-check für den kleinsten e-suv

Jetzt wird die Stuttgarter Konkurrenz nervös: Kia schickt den EV2 ins Rennen – 4,06 Meter Länge, 26.600 Euro Basispreis und bis zu 453 Kilometer Reichweite. Die italienischen Händler haben die ersten Schlüssel bereits in der Hand.

Warum der ev2 für deutsche importeure interessant wird

Warum der ev2 für deutsche importeure interessant wird

Die Preisliste liest sich wie ein Angriff auf Opel Mokka-e und VW ID.3. Wer bereit ist, nach Mailand zu fliegen, spart fast 4.000 Euro gegenüber dem deutschen Konfigurator. Die Schräglage beginnt bei 26.600 Euro für die 42-kWh-Version mit 146 PS – inklusive 12,3-Zoll-Touchscreen und adaptivem Tempomat. Die 61-kWh-Batterie kostet 38.350 Euro, bringt dafür 453 km WLTR und eine Wärmepumpe serienmäßig.

Doch es gibt einen Haken: Die GT-Line mit 19-Zoll-Felgen und 360-Grad-Kamera kratzt an der 41.000-Euro-Marke. Zusätzlich verlangen die italienischen Händler 1.200 Euro für die Zulassung und 600 Euro für die Wallbox-Installation. Wer nach Südtirol fährt, muss noch die 19-Prozent-Mehrwertsteuer draufrechnen – trotzdem bleibt ein Preisvorteil von rund 2.800 Euro.

Technisch setzt Kia auf bewährte Schlichtheit: Frontmotor, keine Allrad-Option, dafür V2L-Steckdose, die den EV2 zur 3,6-kW-Notstromquelle macht. Die Serienfertigung läuft bereits in Žilina, Slowakei – dieselbe Linie, die schon den Ceed baut. Die ersten Kunden in Turin berichten von Lieferzeiten zwischen acht und zehn Wochen, deutlich schneller als bei VW oder Renault.

Die Entscheidung ist einfach: Wer klein, günstig und schnell lieferbar will, bucht den Flug nach Genua. Wer Nachrüstbarkeit und deutsche Garantie braucht, wartet auf die offizielle Markteinführung hierzulande – und zahlt drauf.