Hanfmann scheitert in miami an 19-jährigem spanier - traumaus jäh beendet

Yannick Hanfmann ist beim ATP-Masters in Miami schon nach dem ersten Match raus. Der 34-jährige Karlsruher verlor gegen den spanischen Teenager Rafael Jodar mit 4:6, 6:4, 1:6 - ein Debakel, das die Grenzen seiner körperlichen Ressourcen offenlegt.

Jodar spielt hanfmann mit tempo und risiko an die wand

Jodar spielt hanfmann mit tempo und risiko an die wand

Was wie ein klassischer Generationsklang begann, endete als Lehrstunde moderner Tennis-Physik. Jodar, 15 Jahre jünger, jagte Bälle mit einem Spin, den Hanfmann aus der zweiten Quali-Runde nicht kannte. Der Deutsche kämpfte sich zwar im zweiten Satz zurück, doch im dritten brach sein Aufschlag komplett zusammen: nur 38% Erstaufschlag, kein einziger Winner mehr nach dem 2:2.

Die Zahl, die alles erklärt: 23 unerzwungene Fehler im dritten Satz allein. Hanfmann selbst sagte nach dem Match nur: „Er hat mich auf dem Court verbrannt, das ist die harte Wahrheit.“

Die Niederlage wirft Fragen auf. Nach dem Finale in Santiago (verloren gegen Darderi) schien Hanfmann in Form, doch Miami offenbarte die Schattenseiten eines kalifornischen Hartplatz-Frühjahrs: zu viele Matches, zu wenig Erholung. Sein Team hatte eigentlich einen leichten Auftakt erhofft – stattdessen steht jetzt ein früher Abflug.

Für den DTB ein weiterer Dämpfer. Jan-Lennard Struff muss nun als letzter verbliebener Deutscher gegen Darwin Blanch liefern, während Alexander Zverev noch auf sein Freilos wartet. Die Kritik von Boris Becker und Barbara Rittner an der Verbände-Struktur bekommt durch solche Ergebnisse zusätzliche Schlagkraft.

Der spanische Youngster hingegen feiert sein erstes Masters-Win überhaupt. Jodar spielte bisher nur Challengers, jetzt steht er in Runde zwei – und Hanfmann bucht früh den Rückflug. Die Saison ist lang, aber die Uhr tickt lauter geworden.