Kharchenkov fegt arkansas weg und zieht mit arizona ins elite eight ein

Ivan Kharchenkov hat in San José ein Statement abgeliefert. Mit 15 Punkten, fünf Assists und einer Selbstverständlichkeit, die an einen Routinier erinnert, schleuderte der 19-jährige Münchener die Arkansas Razorbacks aus dem Turnier und katapultierte die Arizona Wildcats in die Runde der letzten Acht. 109:88 lautete die Schlusszahl – eine Demütigung, die Arkansas so schnell nicht vergessen wird.

Kharchenkov spielt mit der gelassenheit eines altstars

Erst ein Jahr ist er an der University of Arizona, doch schon jetzt wirkt er wie der Spielmacher, auf den Coach Tommy Lloyd seit Jahren gewartet hat. Kharchenkovs Zahlen mögen nüchtern klingen, doch seine Entscheidungen sind es nicht. Er lenkte das Tempo, fand Lücken, bevor sie entstanden, und traf den Dreier zum 94:74, der die Razorbacks endgültig in die Knie zwang.

Die Wildcats liegen damit voll auf Kurs. Gegen Purdue am Samstag wartet nun ein Gegner, der sich in einem Krimi gegen Texas durchsetzen musste. Die Boilermakers gewannen 79:77, doch ihre Defensive wankte in den letzten Minuten sichtlich. Kharchenkov wird das gesehen haben.

Declan duru muss zuschauen – texas

Declan duru muss zuschauen – texas' märchen endet

Während Kharchenkov jubelte, saß Declan Duru auf der Bank. Der deutsche U19-Vizeweltmeister kam nicht zum Einsatz, muste mit ansehen, wie Texas’ Überraschungslauf nach dem Play-in-Sieg über Gonzaga endgültig stoppte. Die Longhorns hatten in den „First Four“ noch für Furore gesorgt, doch gegen Purdue fehlte am Ende die Durchschlagskraft.

Für Kharchenkov ist das Halbfinale in Indianapolis (4. bis 6. April) keine bloße Vision mehr. Mit jedem Spiel wächst seine Rolle, mit jedem Sieg seine Selbstgewissheit. 14 deutsche Spieler begannen das Turnier, doch nur einer steht nun vor dem Sprung ins Final Four. Die Pelkum Sportwelt verfolgt seinen Weg – und er führt geradewegs in die Geschichtsbücher.