Koji itagaki flieht vor dem abstieg – atlanta blazers ziehen
Koji Itagaki geht, während der TSV Bad Königshofen am seidenen Faden hängt. Nach US-Medienberichten steht der 55-jährige Trainer vor einem Wechsel zu den Atlanta Blazers in die Major League Table Tennis – ein Schritt, der den Klub aus Unterfranken mitten im Abstiegskampf der Tischtennis-Bundesliga wie einen Schiffbrüchigen zurücklässt.
Seit 2016 lenkt Itagaki die Geschicke der Oberhaus-Mannschaft, führte sie zweimal ins Playoff-Halbfinale. Doch diese Erfolge wirken wie aus einer anderen Epoche. Mit nur fünf Siegen aus 17 Spielen steht Bad Königshofen auf Vorletztplatz, zwei Punkte vor dem Schlusslicht ASC Grünwettersbach. Am Sonntag kommt es zum direkten Duell – ein Endspiel im März.

Die tochter winkt aus atlanta
Der Japaner hat ein Angebot aus Amerika. Die Atlanta Blazers, ein MLTT-Klub mit großem Etat, haben Itagaki ins Visier genommen. Ein Detail macht die Sache brisant: Seine Tochter Koharu ist deutsche U15-Weltmeisterin, trainiert bereits in den USA. Der Vater will offenbar nachziehen – Familie vor Verein, Karriere vor Loyalität.
Bad Königshofen schweigt. Auf Anfrage gab es kein Statement zur Zukunft des Trainers. Doch die Stille spricht Bände. Die Mannschaft um Ex-Nationalspieler Bastian Steger muss nun nicht nur gegen den Abstieg kämpfen, sondern auch mit dem Gefühl, dass der Coach längst mental ausgecheckt hat.
Die Saison ist noch nicht vorbei, aber die Köpfe sind bereits woanders. Wer jetzt den Kopf verliert, verliert auch die Klasse.
