Kgm zwingt toyota und ford in die knie – der neue musso schlägt mit 27.000€ zu

Mit einem Schlag rüttelt KGM den Pick-up-Thron. Während andere Marken noch Preise jonglieren, schickt der südkoreanische Underdog den neuen Musso ins Rennen – und liefert dabei genau das, was Handwerker, Forstleute und Weekend-Offroader seit Jahren fordern: echtes Gelände-Talent zum Kampfpreis. 27.000 Euro kostet der Einstieg, bloß die Hälfte eines vollgepackten Ranger.

Das Herzstück bleibt der 202-PS-Diesel. Keine Feuerwerks-Performance, aber ein Drehmoment, das zwei Tonnen Leergewicht mühelos aus dem Morast zerrt. Reduktionsgetriebe und Hinterachssperre serienmäßig – ein Luxus, für den andere kräftig nachladen. Dazu frisch vermessen: 30,9 Grad Anrollwinkel, 27,8 Grad Überrollwinkel, 245 Millimeter Bodenfreiheit. Zahlen, die Löcher schlucken, wo andere stecken bleiben.

Das neue gesicht: bullig statt brav

Front, Kühlergrill, Haube – alles neu, alles breiter. LED-Blöcke sitzen tief, ziehen den Blick nach vorn und schreien: „Gefahr erkannt.“ 17- oder 18-Zoll-Leichtmetall rotieren darunter und strecken die Silhouette. Der Musso wirkt nicht mehr wie der nette Kollege vom Bau, sondern wie der neue Alphavorarbeiter.

Die Linienführung an den Seiten folgt keinem Modetrend, sondern dem Prinzip „Form folgt Funktion“. Jedes Blechprofil leitet Steinschlag ab, jede Falte verstärkt die Stahlverkleidung. Optik und Robustheit gehen Hand in Hand – ohne nach Plastikbomber auszusehen.

Im cockpit: endlich suv statt schützengraben

Im cockpit: endlich suv statt schützengraben

Zwei 12,3-Zoll-Schirme beherrschen das Armaturenbrett. Links die Instrumente, rechts Infotainment, beide in Augenhöhe, beide schnell. Kein Klick-Marathon, keine versteckten Menüs, bloß klare Zahlen, die man im Matsch noch ablesen kann. Die Materialien fühlen sich an wie im Tucson, nicht wie in einer Militärkaserne.

Leder und Softtouch treffen auf acht Lautsprecher, die selbst Motorenlärm übertönen. Die Rücksitzbank bietet echte Kniefreiheit – drei Erwachsene sitzen ohne Gequetschte. USB-C-Ports, 12-Volt-Buchsen, induktives Laden: alles da, was moderne Crews brauchen.

Laderaum: 865 kilo spielraum, dankbarer boden

Laderaum: 865 kilo spielraum, dankbarer boden

Kurze oder lange Ladefläche – Wahl nach Einsatzprofil. Kurz misst 1,30 Meter, lang 1,61 Meter, beide 1,57 Meter breit und 57 Zentimeter tief. Das ergibt bis zu 1.011 Liter Volumen, belastbar mit 865 Kilo Nutzlast. Acht Zurrgurte, LED-Beleuchtung und zwei Trittstufen machen Beladen zum Kinderspiel.

Die Heckklappe schlägt nicht ungesteuert zu, sie hält sich per Dämpfer in jeder Position. Unter der Plane verstecken sich zusätzliche Staufächer – praktisch für Kabel, Schaufeln und die obligatorische Kiste Bier nach Schichtschluss.

Offroad-kit aventura: 9.500 euro, null kompromisse

Offroad-kit aventura: 9.500 euro, null kompromisse

Wer den Musso zur Bestie wandeln will, greift zum Aventura-Paket. Öhlins-Fahrwerk, Aluminium-Schutzboden, Braid-Felgen mit BF-Goodrich-K02-Gummi – das alles hebt die Bodenfreiheit, spitzt die Winkel und macht aus dem Allrounder einen Pur-Sänger des Geländes. Preis: 9.500 Euro. Immer noch deutlich unter einem modifizierten Ranger.

Die Abstimmung beißt nicht: Federwege bleiben lang, Stoßdämpfer schlucken Schlaglöcher, die Reifen quietschen nur, wenn der Fahrer es will. Eine echte Offroad-Maschine, die Montagmorgen trotzdem brav den Firmenparkplatz hält.

Fazit: preis-leistung als kriegserklärung

Fazit: preis-leistung als kriegserklärung

Der neue Musso ist kein harmloser Einstieg. Er ist eine Kampfansage an Toyota und Ford, gespickt mit serienmäßiger Offroad-Hardware, SUV-Komfort und einem Preisschild, das Konkurrenten erblassen lässt. 27.000 Euro plus Mehrwertsteuer – damit holt sich jeder Halbprofis den Profi-Job. Wer danach noch mehr will, zahlt 9.500 Euro drauf und fährt ein Geländebiest, das jeden Ranger an der Ampel alt aussehen lässt. KGM hat geliefert, der Markt wird antworten.