Kerr schickt curry nicht in den sauna-modus: warriors kämpfen weiter
Die Saison ist ein Trümmerhaufen, die Playoffs ein Seilakt – und trotzdem versteckt Steve Curry nicht hinter Bad-Handschuhen. Stephen Curry bleibt auf dem Parkett, solange seine Knöchel mitspielen, statt die Schuhe schon für 2026 an den Haken zu hängen. Die Begründung des Trainers klingt wie ein Kampfansage an jeden, der Tanken gedacht hatte.
„Er ist gesund, wir sind im Wettbewerb. Punkt“, sagt Kerr in der Tom Tolbert Show und schlägt damit jedem Shut-down-Speculation den Garaus aus. Die Warriors stehen bei 33-35, Jimmy Butler fällt komplett aus, Kristaps Porziņģis war mehr auf der Bank als auf dem Feld – und trotzdem will Golden State das Play-in-Turnier angreifen. Die Rechnung: Curry plus Prozess plus tägliche Arbeit ergibt immer noch eine Chance, nicht auf Mathe, sondern auf Mentalität.

Curry liefert trotz unterbrüchen all-star-niveau
Die Zahlen sind trotz 29 Fehlspielen kein Schönreden: 27,2 Punkte, 4,8 Assists, 4,5 Dreier pro Partie – das reicht locker für Top-15-Niveau. Nur 39 Einsätze bedeuten eben auch, dass die Warriors ohne ihn wie ein Auto ohne Zündkerze wirken. Platz neun der West, zwei Siege Vorsprung auf Rang elf – das Play-in ist greifbar, auch wenn ein Tiefenlauf durch die Conference wie ein Berg ohne Seil aussieht.
Kerr schreibt dennoch Geschichte nebenbei: mit dem jüngsten Sieg gegen die Wizards wurde er zum dienstältesten Coach der Franchise. Die Ironie? Er feiert den Rekord mit einem Kader, der aussieht wie ein Krankenhausflur. Doch genau das zementiert die Philosophie: Wer sich hinlegt, verliert automatisch. Wer weiterspielt, behält die Kontrolle – selbst wenn die Kontrolle nur ein Ticket für ein einziges Play-in-Spiel ist.
Die West-Konkurrenz schaut lächelnd zu, doch die Warriors schauen zurück – und sehen Curry, der noch immer den Ball in der Hand hat. Kein Sauna-Modus, kein Draft-Tanken, keine Abschiedstour. Nur ein 36-jähriger Scharfschütze, der lieber scheitert als aufgibt. Die Botschaft ist klar: Solange Curry laufen kann, wird Golden State nicht kneifen. Und solange Golden State nicht kneift, bleibt die Conference ungemütlich.
