Kenia versinkt im doping-sumpf: 27 neue fälle, ein land am abgrund

27 Sportler, drei verpasste Tests, ein ganzes Land in der Schmuddelecke. Kenias Anti-Doping-Agentur löste am Montag den nächsten Blitz aus: Rita Jeptoo, einst Queen von Boston und Chicago, steht wieder auf der Liste. Ihr Verbrechen: anabole Steroide im Blut. Zweiter Akt, gleiche Hauptdarstellerin – 2014 flog sie bereits vier Jahre raus.

Das 400-meter-hürden-genie wiseman were spielte verstecken mit den testern

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Seit August 2025 tauchte er dreimal nicht auf. Drei Mal. Kein Versehen, keine Terminkollision – pure Absicht. Nun folgt die vorläufige Sperre, die Anhörung wartet. Noch.

Der Skandal frisst sich quer durch alle Disziplinen: Leichtathletik, Fußball, Basketball. Die Zahl 27 ist kein Einzelfall, sie ist ein Pulverfass. Seit 2017 schnappte die Athletics Integrity Unit über 140 kenianische Athleten – Rekord, den sich kein Land auf die Fahnen schreiben will.

Jeptoos Comeback endet, bevor es begann. Were verspielte seine Credibility mit Termin-Ausreden. Und die Sportministerin? Schweigt. Die Agentur? Veröffentlicht nur Namen. Die Athleten? Weg vom Fenster.

Kenia lieferte einst die besten Langstreckenläufer der Welt, jetzt liefert es Doping-Protokolle. Die Leichtathletik-Welt blickt nach Nairobi und sieht ein System, das sich selbst zerlegt. Wer hier nicht sauber startet, startet bald gar nicht mehr.