Kenia klopft an: benni mccarthy will deutsche profis für afrika-cup kapern

Der 1. FC Köln muss plötzlich mit einem Abwerbeversuch aus Afrika rechnen. Nationalcoach Benni McCarthy hat Linton Maina auf seiner Liste – und will den Flügelflitzer für den afrika-cup 2027 ausleihen. Kenia, Uganda und Tansania richten das Turnier aus, McCarthy jagt dafür deutsche Akzente.

Maina ist nur die spitze des eisbergs

Der Kölner ist Sohn eines Kenianers, trug aber nur das DFB-Trikot – bis zur U-20. Jetzt kommt der 26-Jährige ins Kreuzfeuer. McCarthy plant einen Kurztrip nach Deutschland, um Maina persönlich zu überzeugen. Die Argumente: Gastgeberbonus, Startplatz garantiert, emotionale Verbindung zum Geburtsland des Vaters.

McCarthy hat noch mehr Kandidaten im Visier. Sadiki Chemwor, gerade 18, wechselt im Sommer von der Bayern-Jugend zu Eintracht Frankfurt. Der Stürmer besitzt ebenfalls kenianische Wurzeln. Andre Gitau ist bereits in Mainz 05 II aktiv, hat neben der kenianischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Drei Talente, drei Optionen – ein klarer Plan.

Kenia will endlich wieder ins rampenlicht

Kenia will endlich wieder ins rampenlicht

Die Harambee Stars haben seit 2019 kein afrika-cup-Finale mehr gesehen, die WM-Quali endete zuletzt in der Gruppenphase. Als Co-Gastgeber 2027 sind sie gesetzt, doch das reicht nicht. McCarthy will eine junge, schnelle Truppe formen, die nicht nur eröffnet, sondern auch überzeugt. Europäische Laufstärke, deutsche Taktikschulung – das passt ins Konzept.

Die Entscheidung liegt nun bei Maina, Chemwor und Gitau. Die Umschreibung der Nationalität ist bürokratisch machbar, aber emotional ein Schnitt. McCarthy weiß: Ein Ja würde Schlagzeilen machen – und Kenia sportlich Auftrieb geben. Das nächste Kapitel der Harambee Stars beginnt in deutschen Stadien.