Kehrmann kehrt an alte wirkungsstätte zurück – pokalträume in köln!

Florian Kehrmann, der Mann, der 2007 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde, steht mit TBV Lemgo Lippe vor einer besonderen Herausforderung: dem DHB-Pokal-Final Four in Köln. Ein Rückerblick auf seine glorreiche Vergangenheit wird ihm dabei kaum aus dem Kopf gehen, doch der Fokus liegt klar auf der Gegenwart und der Zukunft seines Herzensklubs.

Die erinnerung an das wintermärchen

Wenn Kehrmann am Wochenende die Lanxess Arena betritt, werden die Bilder des „Wintermärchens“ von 2007 unweigerlich wieder in seinen Gedanken aufleben. Der Triumph mit der DHB-Auswahl, der Pokal in den Händen, die Goldmedaille – Momente, die für immer in Erinnerung bleiben. Nun, fast zwei Jahrzehnte später, wittert er mit Lemgo Lippe eine neue Chance auf einen Titel, wird aber als kluger Trainer die Rolle des Underdogs akzeptieren.

Fünf Jahre sind vergangen, seit Lemgo Lippe sensationell den Pokal in Hamburg gewann. Damals waren andere Mannschaften die Favoriten, und auch dieses Mal sieht es nicht anders aus. Doch Kehrmann lässt sich davon nicht beirren. „Wir wissen, dass wir zu einem derart tollen Events des Jahres fahren. Die Freude ist riesengroß“, betonte er, wobei eine gewisse Entschlossenheit in seiner Stimme lag.

Der weg ins finale: berlin und dann.?

Der weg ins finale: berlin und dann.?

Am Samstag trifft Lemgo zunächst auf die Füchse Berlin, ein Duell, das sich jeder Handballfan nicht entgehen lassen sollte. Sollten die Lipper diesen Hürde nehmen, könnte im Finale ein Duell mit dem Triple-Hoffnungen des SC Magdeburg oder dem überraschend starken Bergischen HC warten. „Über die Favoriten wird genug diskutiert“, sagte Kehrmann, „doch der Pokalsieger ist schlichtweg nicht vorhersehbar.“

Kehrmanns Philosophie ist einfach: „Wir machen unseren Job und haben Freude, dann ist es egal, wer Favorit ist. Wir werden versuchen, am Samstag zu gewinnen und dann auch am Sonntag.“ Diese Einstellung, gepaart mit seiner sportlichen Kompetenz und Führungsstärke, hat ihm auch außerhalb von Lemgo Anerkennung eingebracht. Er wurde immer wieder, neben Bennet Wiegert, als möglicher Nachfolger von Bundestrainer Alfred Gislason gehandelt – ein Szenario, das er jedoch mit einem Lächeln betrachtet.

Der Fokus liegt weiterhin auf dem TBV Lemgo Lippe, auf der aktuellen Saison und dem Ziel, den fünften Pokaltitel der Vereinsgeschichte zu erringen. Im Training herrscht eine positive Energie, die ansteckend wirkt. „Wir spielen die ganze Woche nur Fußball“, scherzte Kehrmann, „schauen wir mal, wie unsere Fußball-Leistung am Samstag wird.“

Als Liga-Sechster ist Lemgo Lippe erstmals seit 2023 wieder beim Final Four dabei. Ein Fakt, der Kehrmann stolz macht. „Man ist immer wieder sehr ehrgeizig, das jedes Jahr wieder zu schaffen“, erklärte er. Ob Kehrmann am Sonntagabend erneut eine Goldkrone in die Höhe reckt? Die Antwort darauf wird sich auf dem Spielfeld zeigen. Die Spannung ist kaum zu überbieten!