Kean steht wieder bereit – fiorentinas retter kehrt zum schlüsselspiel zurück
Die Woche endet mit einem Seufzer der Erleichterung in Florenz: Moise Kean ist wieder dabei. Nach fast drei Wochen Zwangspause wegen einer Tibiaknöchelprellung reist der Stürmer mit nach Cremona – und könnte dort die Rettungsmission der Fiorentina entscheidend mitprägen.
Kean nur auf der bank – aber das reicht
Trainer Paolo Vanoli wird ihn nicht von Anfang an auflaufen lassen. Das wäre fahrlässig. 15 Tage ohne Pflichtspiel, nur individuelles Lauftraining, kein Kontakt mit dem Ball bis zum Abschlusstraining am Freitag. Dennoch: Kean ist der Joker, auf den Vanoli sich verlässt. In den letzten zehn Minuten kann er alles verändern – wie schon beim 1:0 in Cremona Anfang Januar, als er in der Nachspielzeit traf und die Fiorentina den ersten Sieg des Jahres bescherte.
Seitdem hat die Mannschaft 16 Punkte aus 11 Spielen geholt. Die Talfahrt gestoppt, der Anschluss an das rettende Ufer geschafft. Jetzt, mit Kean zurück, könnte der Befreiungsschlag folgen. Ein Sieg heute Abend würde die Fiorentina auf vier Punkte an Cremonese vorbeischieben und zugleich Lecce hinter sich lassen – ein psychologisches Triple.

Piccoli enttäuscht, kean liefert – die zahlen sprechen klar
Roberto Piccoli bekam seine Chance, doch die Bilanz bleibt dünn: 33 Einsätze, sechs Tore – nur zwei in der Serie A. Sein letztes Tor datiert vom 8. Februar in Bologna. Kean dagegen traf achtmal in der Liga, obwohl ihn Verletzungen immer wieder ausbremsten. Wenn er trifft, verliert die Fiorentina kein Spiel: vier Siege, zwei Remis. Die Botschaft ist simpel – und brutal für Piccoli.
Die Cremonese wiederum erwartet eine andere Fiorentina als noch im Februar. De Gea, Fagioli, Dodô, Pongracic und Gudmundsson werden nach ihrer Europapause-Pause zurückkehren. Vanoli wird seine beste Elf aufbieten, weil er weiß: ein Sieg hier ist mehr als drei Punkte – es ist die Vollmacht für den Klassenerhalt.
Kean selbst bleibt trotz des Medienrummels gelassen. Er weiß, dass seine Knöchel noch nicht bereit sind für 90 Minuten. Aber er weiß auch: ein Ball, eine Bewegung, ein Tor – und die Saison nimmt eine andere Richtung. Die Fans in Florenz warten auf diesen Moment. Vanoli wartet auf diesen Moment. Und Cremona? Die ahnen, dass der Italiener mit der Nummer 9 wieder dabei ist – und das reicht, um sie nervös zu machen.
