Karl geiger verpasst olympia – dsv-regeln sorgen für frust bei horngacher
- Olympia-aus für karl geiger: bittere nachricht für den skisprung-adler
- Horngachers kritik an den dsv-regeln
- Geigers horror-winter und die verpasste qualifikation
- Die umstrittenen qualifikationskriterien im detail
- Vergleich mit österreich: mehr spielraum für den trainer?
- Horngachers appell: überprüfung des systems gefordert
- Der deutsche kader für olympia
Olympia-aus für karl geiger: bittere nachricht für den skisprung-adler
Die Hoffnungen von Karl Geiger auf eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 haben sich zerschlagen. Aufgrund nicht erfüllter Qualifikationsnormen wird der deutsche Skispringer nicht am Großereignis teilnehmen können. Die strengen deutschen Qualifikationsrichtlinien werfen dabei ihren Schatten und sorgen für Unmut beim Bundestrainer Stefan Horngacher.

Horngachers kritik an den dsv-regeln
Stefan Horngacher, der österreichische Bundestrainer des deutschen Skisprungteams, äußerte sich kritisch gegenüber den internen Qualifikationsbestimmungen. Er bemängelte, dass die Regeln nicht die aktuelle Form der Athleten berücksichtigen. Insbesondere der Fall Karl Geiger sei hier exemplarisch. Geiger hatte zwar zu Beginn der Saison Schwierigkeiten, zeigte aber zuletzt in Willingen mit einem Podestplatz eine beeindruckende Leistungssteigerung.
Geigers horror-winter und die verpasste qualifikation
Der 32-jährige Karl Geiger erlebte einen durchwachsenen Winter. Bis zum Weltcup in Sapporo konnte er die für die Olympia-Teilnahme erforderlichen Top-8- oder zwei Top-15-Platzierungen nicht erreichen. Dies führte dazu, dass er nicht zum vierköpfigen deutschen Kader gehörte, der nun aus Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Andreas Wellinger besteht.
Die umstrittenen qualifikationskriterien im detail
Die deutschen Qualifikationsrichtlinien legen den Fokus stark auf die Ergebnisse im Vorfeld der Spiele. Horngacher hinterfragt diese Vorgehensweise: “Wir mussten nach den Ergebnissen im Vorfeld aufstellen. Und dabei weiß ich nicht, ob das eigentlich sportlich das Richtige ist.” Er argumentiert, dass die Formkurve kurz vor dem olympischen Ereignis entscheidend sei, nicht die Leistungen aus dem November.
Vergleich mit österreich: mehr spielraum für den trainer?
Horngacher zog einen Vergleich mit seinem Heimatland Österreich: „In Österreich ist es ein bisschen anders. Da können dann mehr die Trainer entscheiden, wer aktuell der Beste ist und zu Olympia fahren soll.“ Er deutet an, dass in Deutschland die Trainer weniger Einfluss auf die Teamzusammenstellung hätten. Dies sei in Geigers Fall besonders bedauerlich gewesen.
Horngachers appell: überprüfung des systems gefordert
Der Bundestrainer plädiert für eine Überprüfung des aktuellen Systems: „Da könnte man vielleicht auch mal über unser System in Deutschland nachdenken.“ Eine mögliche Anpassung der Regeln könnte in Zukunft Athleten begünstigen, die kurz vor den Spielen ihre Topform erreichen. Trotz seiner Kritik betonte Horngacher, dass man sich an die bestehenden Richtlinien halten müsse. Er zeigte sich zudem betroffen über die Umstände für Geiger.
Der deutsche kader für olympia
- Philipp Raimund
- Felix Hoffmann
- Pius Paschke
- Andreas Wellinger
