Kane-tor lässt tuchel jubeln – englands coach spricht von „unmöglichem kunstwerk“
Thomas Tuchel riss sich die Augen. „Das ist unmöglich“, rief er, als Harry Kane zwischen drei Verteidigern den Ball ans Kreuz nagelte. Der Clip ging viral – und zeigt, warum der Stürmer längst mehr ist als nur ein Torjäger.

Was tuchel so ausflippen ließ
Im Video, das die englische FA am Sonntag um 00:31 Uhr postete, sieht man Kane, wie er mit einem Kontakt den Ball aufnimmt, den zweiten Kontakt zur Abschirmung nutzt und mit dem dritten den Distanzschluss versenkt. Drei Bewegungen, acht Sekunden, null Reaktionszeit für die Abwehr. Für Tuchel, gerade erst von München nach London umgezogen, ein Lehrstück.
„Ich habe mit Lewandowski und Haaland gearbeitet, aber dieser Typ hier“, sagt der 52-Jährige und bricht ab, „macht das Schwierige so leicht, dass es aussieht wie ein Trickfilm.“
Die Zahlen untermauern die Show: Kane hat in seinen letzten fünf Länderspielen sieben Treffer erzielt, vier davon aus halblinken Positionen, also genau dort, wo er am Samstag zuschlug. Sein Quote aus dieser Zone liegt bei 44 Prozent – Bundesliga-Liga-Schnitt: 11.
Doch der Haken für deutsche Fans: Das Tor war kein Pflichtspiel, sondern ein internes Trainingsspiel gegen ein U-20-Combo. Dennoch – wer so etwas übt, bringt es auch in der Nations League.
Bayern-Boss Max Eberl hatte Kane vor Wochen schon als „Strukturgeber“ gelobt. Nach dieser Sequenz dürfte der Begriff im Verein neu geschrieben werden: Struktur zerstörer.
