Kane: villas-boas enthüllt die frühen jahre des bayern-stars!

München. Harry Kane, der neue Liebling der Allianz Arena, avancierte in kürzester Zeit zum Rekordtorschützen des FC Bayern. Doch der Weg zum Weltklassestürmer war lang und von Rückschlägen geprägt. Sein früherer Trainer André Villas-Boas blickt nun zurück und enthüllt Details aus Kanes frühen Jahren bei Tottenham Hotspur – eine Geschichte von Geduld, Leihen und der Suche nach der idealen Position.

Vom talent zum torjäger: ein steiniger weg

André Villas-Boas, der den jungen Kane während seiner Zeit bei Tottenham (2012-2013) betreute, schildert ein Bild eines vielversprechenden, aber noch unfertigen Angreifers. „Für Harry war das eine völlig andere Phase“, erinnert sich der Portugiese. „Er war mehrfach verliehen worden – Erfahrungen, die ihm grundsätzlich geholfen haben, auch wenn er immer wieder zurückkehrte.“ Stationen bei Klubs wie Leyton Orient, Millwall, Norwich und Leicester prägten seine Entwicklung, bevor er bei den Spurs langsam zum Zuge kam.

Ein ungewöhnlicher Start: Villas-Boas erklärt, dass Kane zu dieser Zeit noch kein klassischer Mittelstürmer war. „Harry war eher eine ‚Neuneinhalb‘, also ein zweiter Stürmer, der den Mittelstürmer unterstützt und Bälle verteilt.“ Die Suche nach der idealen Position führte dazu, dass Kane zunächst hinter etablierten Spielern wie Roberto Soldado und Emmanuel Adebayor weilen musste. „Ich habe in der Regel andere Stürmer vor ihm eingesetzt“, so Villas-Boas.

Bemerkenswert ist, dass Kane zu dieser Zeit keinen öffentlichkeitswirksamen Druck ausübte. „Als ich noch da war, hat Harry nicht gepusht oder darauf gedrängt, unbedingt spielen zu müssen“, sagt Villas-Boas. Eine Einschätzung, die er bereits 2018 in einem Interview mit The Players’ Tribune offen gestand: „Ich war nicht der beste Trainer für Harry Kane.“

Die entscheidende entwicklung nach tottenham

Die entscheidende entwicklung nach tottenham

Die Wende kam nach Villas-Boas’ Aus im Dezember 2013. Sein Nachfolger Tim Sherwood setzte stärker auf Kane, zunächst an der Seite von Adebayor, später als alleinigen Stoßstürmer. Dieser Schritt markierte den Beginn von Kanes steiler Karriere. Er entwickelte sich zum kompromisslosen Strafraumspieler, dem seine außergewöhnliche Ballkontrolle, das Spiel mit dem Rücken zum Tor und das Gespür für Räume in der Offensive zugutekamen. Seine eigentliche Explosion folgte also nach Villas-Boas' Zeit.

Heute ist Kane Rekordtorschütze von Tottenham, Kapitän der englischen Nationalmannschaft und einer der konstantesten Torjäger Europas. Seine aktuellen 49 Treffer und fünf Vorlagen in 41 Pflichtspielen für den FC Bayern sprechen für sich. Villas-Boas, der Kane einst dazu riet, Tottenham zu verlassen, um Titel zu gewinnen, räumt ein: „Heute gehört er definitiv zu den besten Spielern der Welt.“

Am Mittwoch steht für den FC Bayern das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid an. Die Ausgangslage ist vielversprechend, denn das Hinspiel wurde mit 2:1 gewonnen. Doch die Königlichen sind bekannt für ihre beeindruckende Rückkehrstärke. Die Bayern werden sich auf Kanes Torgefahr verlassen müssen – ein Spieler, dessen Karriere einst so bescheiden begann, aber nun die Welt im Sturm erfasst.