Kane bleibt, laimer zittert: bayern vor wegweisenden entscheidungen

Kurz vor dem Atalanta-Spiel in der Champions League brodelt es hinter den Kulissen des FC Bayern München gewaltig. Zwei Personalien, zwei völlig unterschiedliche Geschichten – und eine davon könnte den Kader der nächsten Jahre entscheidend prägen.

Kane soll langfristig an bayern gebunden werden

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat bereits Kontakt zum Umfeld von Harry Kane aufgenommen. Das Ziel ist klar: Der Engländer soll über seinen aktuellen Vertrag hinaus – der noch bis 2027 läuft – an den Rekordmeister gebunden werden. Die Ausstiegsklausel? Verstrichen. Die Bereitschaft der Bayern? Offenbar groß genug, um dem Torjäger ein verbessertes Gehalt anzubieten.

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: 130 Tore in 133 Spielen seit seinem Wechsel im Sommer 2023. Das ist keine Quote – das ist eine Ansage. Und genau deshalb wollen die Münchner nicht warten, bis andere Klubs anfangen zu träumen. Kane gilt intern nicht nur als Tormaschine, sondern als Persönlichkeit, die den Kader zusammenhält. Das hat seinen Preis, und Bayern scheint bereit, ihn zu zahlen.

Bei laimer stocken die gespräche – und das aus gutem grund

Bei laimer stocken die gespräche – und das aus gutem grund

Ganz anders klingt es, wenn man über Konrad Laimer spricht. Auch er hat noch Vertrag bis 2027, auch bei ihm läuft im Hintergrund eine Verlängerungsdiskussion. Nur läuft die derzeit gegen eine Wand.

Laimers Management soll eine Gehaltserhöhung auf bis zu 15 Millionen Euro jährlich fordern. Das ist eine Zahl, die in der Säbener Straße für hochgezogene Augenbrauen sorgt. Der österreichische Nationalspieler ist vielseitig, fleißig, taktisch wertvoll – er kann im defensiven Mittelfeld spielen, als Rechtsverteidiger aushelfen, Löcher stopfen, die andere nicht einmal sehen. Aber genau das ist das Problem: Wer überall einspringt, ist selten der, dem man das Gehalt eines Stammspielers der Extraklasse zahlt.

Die Bayern-Verantwortlichen schätzen Laimer durchaus. Aber sie hüten ihre Gehaltsstruktur wie ein Torwart seinen Strafraum. Bewegt sich in den Verhandlungen nichts, könnte der Österreicher 2027 ohne neuen Vertrag dastehen – und der Verein würde es wohl mit einem Schulterzucken hinnehmen.

Atalanta wartet – und hat schon überraschungen auf dem konto

Atalanta wartet – und hat schon überraschungen auf dem konto

All das passiert in einer Woche, in der Bayern sportlich voll gefordert ist. Atalanta Bergamo ist kein Gegner, den man unterschätzen darf. Die Bergamasken haben in der Champions League bereits bewiesen, dass sie größere Namen aus dem Wettbewerb werfen können. Für die Münchner geht es darum, auf dem Platz zu liefern – unabhängig davon, was in den Hinterzimmern verhandelt wird.

Kane wird spielen. Laimer vielleicht auch. Und spätestens nach dem Abpfiff drehen sich die Gespräche wieder um Zahlen, Klauseln und Gehaltstabellen. So läuft das Geschäft – nur dass bei Bayern derzeit die Kontraste schärfer kaum sein könnten: ein Superstar, dem man nachjagt, und ein Leistungsträger, bei dem man die Bremse tritt.