Kanada-gp: antonelli und russell dominieren – murmeltier-vorfall unterbricht training
Montreal steht Kopf! Das Training zum Großen Preis von Kanada verlief gestern Abend alles andere als reibungslos, denn während Kimi Antonelli und George Russell von Mercedes die Konkurrenz spielend in den Schatten stellten, sorgte ein unerwarteter Zwischenfall für eine ungewöhnliche Pause: Ein Murmeltier landete unter den Rädern von Alex Albon, was zu einer dramatischen Unterbrechung führte.

Mercedes setzt die serie fort – verstappen und co. im hintertreffen
Die Silberpfeile demonstrierten bereits im ersten und einzigen freien Training ihre Überlegenheit. Antonelli sicherte sich die schnellste Runde in beeindruckenden 1:13,402 Minuten, Russell folgte dicht auf den Fersen, nur eine Zehntelsekunde dahinter. Lewis Hamilton, Rekordweltmeister, kämpfte mit einer Sieben-Zehntel-Rückstand um den dritten Platz, während Charles Leclerc im Ferrari auf dem vierten Rang landete. Max Verstappen im Red Bull musste sich mit dem fünften Platz begnügen.
McLaren zeigte sich zwar verbessert, konnte aber mit Lando Norris und Oscar Piastri nicht ganz an die Mercedes-Dominanz heranreichen. Nico Hülkenberg im Audi sicherte sich als Neunter einen respektablen Start ins Wochenende. Die Teams standen vor der Herausforderung, ihre Autos in kürzester Zeit optimal einzustellen, denn seit dem Rennen in Miami gab es einige technische Neuerungen, die die Konkurrenz anheizten. Mercedes selbst präsentierte nun ebenfalls erste größere Updates am Fahrzeug.
Die WM-Spitze deutet auf eine spannende Saison hin: Antonelli führt mit einem komfortablen Vorsprung von 20 Punkten vor Russell, Leclerc, Norris und Hamilton. Doch die kommenden Rennen, einschließlich des Sprintrennens am Samstag und des Grand Prix am Sonntag, könnten die Tabelle durcheinanderbringen. Die Tatsache, dass bereits zweimal Punkte vergeben werden, erhöht den Druck und die Spannung.
Doch der eigentliche Aufreger des Tages war zweifellos der Vorfall mit dem Murmeltier. Alex Albon verlor die Kontrolle über seinen Williams, nachdem er das Tier überfahren hatte, was zu einer 20-minütigen Unterbrechung führte. Ein solches Ereignis ist in der Formel 1 selten und zeugt von der Nähe der Natur, die das Rennen in Montreal so einzigartig macht.
Die Entscheidung, das Training um 20 Minuten zu verlängern, gab den Teams zumindest etwas Zeit, die Situation zu analysieren und ihre Strategien anzupassen. Ob Mercedes seine Dominanz in den folgenden Rennen beibehalten kann, wird sich zeigen, aber der Start in Montreal war jedenfalls vielversprechend. Die Frage ist nun, ob McLaren und Red Bull mit ihren Updates tatsächlich die Lücke schließen können.
