Kampf um die krone: coello/tapia zurück, chingotto/galán auf beutezug
Brüssel ist geladen. Kaum dass der Sand von Gizeh sich gelegt hat, rollt in der Gare Maritime schon der schwarze Teppich – aus Kunstfaser, knallgrün umrandet, und er trägt die besten Paarläufer der Welt. Arturo Coello und Agustín Tapia steigen wieder aufs Parkett, nach nur zwei Wochen „Auszeit“. Der Grund: Fede Chingotto und Ale Galán haben die Race-Rankung gekapert. Jetzt geht es ums Geld, um Punkte, um Prestige – und darum, wer die Hallenluft wirklich beherrscht.
Black turf und langsame bälle: das labor der gare maritime
Die Belgier haben aus einer alten Schiffshalle einen Indoor-Koloss gemacht. 10 000 Zuschauer passen rein, der schwarze Greenset-Belag frisst Tempo, die Bullpadel Next Pro fliegt trotzdem. Die Kombination verlangt Präzision statt Power – ein Vorteil für Spieler mit Raketenhänden wieJuan Lebrón, der mit Paquito Navarro erstmals seit seinem Handgelenksdrama wieder durchstartet.
Preisgeld: 264 534 Euro. Das reicht, um ein paar Südamerika-Tickets zu finanzieren, denn danach geht’s direkt nach Asunción und Buenos Aires. Wer hier verliert, fliegt hintenrum.

Damen-konstellation: triay/brea unter beschuss
Oben bei den Damen halten Delfi Brea und Gemma Triay die Spitze, aber nur noch mit zwei Punkten Vorsprung. Bea González und Paula Josemaría kommen mit Siegespose aus Ägypten: fünf Turniere, vier Finals, drei Titel. Die beiden Spanierinnen haben den Schwarzbelag schon getestet – und ihnen schmeckt’s. „Wenn der Ball langsamer wird, braucht es Geduld“, sagte Josemaría gestern bei der Draw-Party. „Und Geduld ist unsere neue Waffe.“
Los geht’s am Dienstag, 16 Uhr, mit der ersten Herrenrunde. Die Qualifikanten haben sich gestern Nacht geqält, jetzt treffen sie auf gestählte Top-8. Bis einschließlich Donnerstag streamt YouTube kostenlos, danach verschiebt sich der Feed zu Red Bull TV – für Spanien – und zu ESPN bzw. Disney+ in Lateinamerika. Movistar Plus+ sichert sich zusätzlich die spanische TV-Rechte. Kurz: wer zappen kann, sieht jeden Ball.
Die Finals steigen am Sonntag um 14 Uhr. Dann wissen wir, ob Coello/Tapia die Revanche gelingt – oder ob Brüssel eine neue Königspaarung krönt. Die Uhr tickt, der Schwarzbelag wartet, und die Punkte fliegen schneller als die Flugzeuge nach Südamerika.
