Kaiserslautern zerquetscht karlsruhe: 3:0 im südwest-derby – aufstiegshoffnung lebt
50 000 Brüllende, drei Treffer, ein Herzschlag-Fußballabend: Der 1. FC Kaiserslautern hat im Südwest-Derby den Karlsruher SC mit 3:0 (2:0) weggespült und die letzte Aufstiegsfunkel am Betzenberg wieder zum Flammen gebracht.
Die Roten Teufel liegen nach dem 26. Spieltag zwar noch acht Punkte hinter dem Relegationsplatz, doch wer die letzten 90 Minuten gesehen hat, spürt: Die Saison ist noch lange nicht gelaufen.
Semih sahin trifft nach 180 sekunden – die fck-maschine startet durch
Schon in der ersten Minute hätte es für den KSC hätte bitter werden können. Zweimal klatschte der Ball an den Pfosten, bevor die Gäste überhaupt Luft holen konnten. Dann kam die 3. Minute: ein Gewirr im Strafraum, ein Nachschuss, Semih Sahin – 1:0. Die Mauer aus Rot schlug Wellen, die Gäste wirkten wie vom Donner gerührt.
Trainer Torsten Lieberknecht hatte vorab gesagt, „ein Derby gewinnt die Mannschaft mit dem größeren Herz“. Sein Team legte sich das Wort wörtlich zu Herzen. Als Mergim Berisha nach einem Bock von Schlussmann Christian Bernat das 2:0 erzielte (14.), stand der Betzenberg schon im Siebten Himmel. Die Karlsruher, sonst so ballsicher, wirkten wie auf dem Vulkan – jeden Moment drohte ein neuer Einschlag.

Christian eichners plan geht in rauch auf
KSC-Coach Christian Eichner hatte sich noch vor Anpfiff „ein Tor mehr für die Blauen“ auf die Anzeigetafel gewünscht. Stattdessen prangte dort zur Pause eine klare 2:0-Führung für den FCK – und ein Publikum, das sich selbst übertönte. Auch Paul Joly vergab in der 42. Minute das mögliche 3:0, doch die Gäste blieben bis zur Kabine verschont.
Nach dem Seitenwechsel schob Kaiserslautern weiter nach, ließ zwei Hundertprozentige und einen Aluminiumtreffer liegen. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit schob Mahir Emreli den Ball zum 3:0-Endstand über die Linie – und ließ die 50 000 ausrasten.
Die Zahl, die zählt: acht Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Klingt viel, ist es auch. Aber nach einem Abend wie diesem glauben selbst die Zweifler wieder an Wunder. Und im Betzenberg glaubt man bekanntlich gern.
