Kabasele trifft wieder: udineses stiller abwehrchef wird zum torjäger

Drei Tore, 35 Jahre, ein auslaufender Vertrag – und Christian Kabasele spielt so auf, als hätte er noch fünf Jahre vor sich. Der belgisch-kongolesische Innenverteidiger war beim 3:0 gegen Fiorentina mal wieder der Mann, der den Unterschied macht. Kopfball, wuchtig, unaufhaltsam. Typisch Kabasele.

Von tränen zu titeln: die geschichte eines unterschätzten

Von tränen zu titeln: die geschichte eines unterschätzten

Wer sich noch an den Oktober erinnert, weiß: Da war mehr als nur ein Tor. Nach seinem Treffer gegen Cagliari brach Kabasele in Tränen aus – er hatte kurz zuvor seine Großmutter verloren und spielte an jenem Abend für sie, als Ersatz für den verletzten Kristensen. Dieser Moment zeigte, wer dieser Spieler wirklich ist. Kein Söldner, kein Auslaufmodell. Ein Mensch, der Fußball lebt.

Seine Karriere erzählt eine Geschichte geduldiger Arbeit: Eupen, Mechelen, Genk in Belgien – und dann sieben Jahre beim FC Watford, dem anderen Klub der Familie Pozzo. Seit 2023 ist er in Udine. Trainer Kosta Runjaic hat ihn nicht nur wegen seiner Qualitäten auf dem Platz behalten. „Er ist auch in der Kabine sehr wichtig geworden