Juventus transferbilanz: enttäuschungen und verpasste chancen

Enttäuschende neuzugänge bei juventus turin

Die neue Führung von Juventus Turin muss sich aktuell mit einer enttäuschenden Bilanz bei den Transfers auseinandersetzen. Keiner der im Sommer und Winter getätigten Neuzugänge konnte bisher die erhofften Leistungen bringen. Besonders bitter ist der Abgang von João Mario, der die Turiner nach nur sechs Monaten wieder verließ und zu Bologna wechselte. Dieser Tauschhandel wurde durch den gleichzeitigen Transfer von Holm initiiert, der allerdings aktuell verletzungsbedingt ausfällt.

Der fall joão mario: ein streit zwischen trainer und sportdirektor

Der fall joão mario: ein streit zwischen trainer und sportdirektor

Der Fall João Mario wirft erneut ein Schlaglicht auf die Spannungen zwischen Trainer Tudor und Sportdirektor Comolli. Der Trainer soll sich gegen den Verkauf des Portugiesen ausgesprochen haben, der nach der Klub-WM gute Leistungen gezeigt hatte. Trotzdem setzte Comolli den Tausch mit Porto durch, möglicherweise um den Transfer von Conceição zu ermöglichen – ein Spieler, der bereits in der vorherigen Saison in Turin war.

Chaos im angriff: verfehlte ziele und teure fehlinvestitionen

Chaos im angriff: verfehlte ziele und teure fehlinvestitionen

Die größte Baustelle der Juve liegt im Angriff. Sportdirektor Comolli, der den Sommer-Transfermarkt alleine verantwortete, konnte zwar David verpflichten, verpasste aber die Hauptziele: den Verkauf von Vlahovic und die Rückholung von Kolo Muani. Letzterer war bis zum letzten Tag der Transferperiode im Gespräch, bevor man sich für Openda entschied. Diese Investition von 44 Millionen Euro zahlte sich jedoch weder unter Tudor noch unter Spalletti aus, wo Openda lediglich eine Reservistenrolle einnahm.

Vlahovic

Vlahovic' zukunft ungewiss

Vlahovic, der seinen Vertrag in Turin noch bis zum Ende der Saison erfüllt, hat nach einem vielversprechenden Start unter dem neuen Trainer Spalletti erneut mit Verletzungen zu kämpfen. Eine Rückkehr im März ist zwar geplant, könnte aber zu spät kommen, falls Juventus aus der Champions League ausgeschlossen wird – ein Szenario, das sich bereits in der Coppa Italia abzeichnete.

Suche nach einem neuen stürmer – erfolglos

Spalletti hielt bis zum letzten Tag des Transferfensters nach einer weiteren Option im Sturm Ausschau, doch der neu engagierte Sportdirektor Ottolini kehrte mit leeren Händen zurück. Comolli konnte mit Boga zumindest einen Backup für Yildiz verpflichten, konnte aber die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Weitere enttäuschungen: zhegrova und co.

Der französische Mittelfeldspieler Zhegrova, der im Sommer verpflichtet wurde, konnte sich ebenfalls nicht durchsetzen. Er spielte in der Ligue 1 und bei Juventus deutlich weniger Minuten als erwartet. Auch die Spieler Nico Gonzalez und Douglas Luiz konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Die Kaufoptionen für Gonzalez beim Atlético Madrid sind noch weit entfernt, und Luiz kehrte nach einem unglücklichen Leihgeschäft zum Aston Villa zurück.

Unsichere zukunft: kelly, koop und di gregorio

Auch andere Neuzugänge wie Kelly, Koop und Di Gregorio konnten noch nicht konstant überzeugen. Kelly zeigt zwar Fortschritte, bleibt aber unbeständig, Koop findet erst in letzter Zeit wieder häufiger seinen Platz in der Startelf und Di Gregorio steht aufgrund seiner jüngsten Fehler in der Kritik. Die Zukunft der Investitionen bleibt ungewiss.