Juventus schnürt spalletti-deal bis 2028: 6-millionen-signal im titelrennen
In Turin tickt die Ultimativ-Uhr. Noch vor dem Champions-League-Kracher bei Atalanta will Agnelli-Spur Juventus-Chef Luciano Spalletti die Unterschrift unter einen neuen Vertrag bis 2028 setzen – und damit das Machtzentrum Calcio ein für alle Mal nach Continassa verlagern.
Gehaltsspritze auf 6 mio plus bonus – ein statement
Die Zahlen sind keine Kolportage, sondern stehen laut Insidern schwarz auf weiß: 5 bis 6 Millionen Euro fix, dazu leistungsabhängige Prämien, die Spalletti auf Augenhöhe mit Guardiola und Ancelotti katapultieren. Für einen italienischen Coach ein Novum, das sich nicht nur in Lira, sondern in Macht misst. Die Signatur soll noch diese Woche folgen – bevor am Samstag in Bergamo die Saison auf Messers Schneide steht.
Warum der Stress? Die Bianconeri wollen im Sommer Großwild angeln. Bernardo Silva und Leon Goretzka gaben laut Beraterkreisen erst dann grünes Licht für Verhandlungen, als klar war: Spalletti bleibt. Kein Projekt, kein Geld, kein Name zieht derzeit mehr als der gebürtige Toskaner, der mit Napoli gerade erst die Meisterschaft perfekt gemacht hat und nun den alten Damen den nächsten Titel einimpfen soll.

Der countdown läuft: frist vor atalanta
Continassa gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Kein Papier verlässt das Trainingsgelände, ohne drei Siegel. Die Paranoia hat Methode: 2021 platzte Ronaldo-Wechsel wegen durchgesickerten Details, 2022 zog ein Leak den De Ligt-Transfer in die Länge. Diesmal will Vorstandschef Maurizio Scanavino keine Fehler. Seine Devise: „Unterschrift, dann Presse.“
Spalletti selbst wirkt gelassen. Am Dienstag scherzte er bei Rai 2: „Ich ziehe in Comollis Wohnblock, da brauche ich keine Hausverwaltung mehr.“ Dahinter steckt taktische Kalkulation: Der Sportdirektor gilt als Drahtzieher der Offensive, Spalletti als public face. Gemeinsam basteln sie an einem 4-2-3-1, das nicht nur in Italien, sondern in Europa den Ton angeben soll.
Die Fans sind elektrisiert. Vor der Vinovo-Kasse schlangeln sich seit Tagen Schalschwinger, um ein Selfie mit dem Coach zu ergattern. Juve liegt vier Punkte hinter Inter, hat aber ein Spiel weniger. Reicht es nicht zur Meisterschaft, soll der Pokal her. Oder die Champions League. Oder beides. In Turin kennt man seit Jahren kein „oder“ mehr – nur noch „alles“.
Die Uhr tickt. Noch 72 Stunden bis Atalanta. Dann wird nicht nur gespielt, sondern auch unterschrieben. Und wer danach noch an Spalletti zweifelt, hat die letzten zehn Jahre verschlafen.
